Letzthin hatte ich die Gelegenheit, an einem Treffen mit anderen Personen teilzunehmen, die ähnliche Berufsbilder haben wie ich. Es ergab sich ein reger Austausch, gerade auch bei Diskussionen in Gruppen. Die Leute sind an den verschiedensten Schulen in der Deutschschweiz tätig, und wenn die Tagung auch in Winterthur stattfand, so war die Stadt nicht allen gleich vertraut.
Am Nachmittag konnten wir, wie bei diesen Treffen üblich, das Netzwerken bei verschiedenen Führungen in kleineren Gruppen fortsetzen. Ich war in der Seilerei Kislig eingeteilt, einem Handwerksbetrieb also, der Seile herstellt. Interessant war zu sehen, dass die Herstellung von Seilen auf dem selben einfachen Prinzip beruht wie das Schnürchendrehen mit Bleistift und Schere: Einzelne dünnere Fäden werden aufgespannt und gedreht, bis sie sich anschliessend ineinander drehen und die verschiedenen Drehkräfte sich aufheben. So oder ähnlich jedenfalls. Irgendwie.
In der Seilerei werden von dünnen Paketschnüren über Bergseile und spezielle Seile für Kinderspielplätze bis zu dicken Kordeln alle möglichen Seile hergestellt. Dies zum allergrössten Teil auf Bestellung an verschiedene Abnehmer. Ein kleiner Teil des Sortiments kann im Onlineshop oder im Laden erworben werden.
Hier stellt sich die Frage: Wieso um alles in der Welt habe ich in der Seilerei zwei Rollen zu je 200 oder 300 Meter Packschnur gekauft, wo wir doch nochmals so viel bereits zu Hause haben?

