Angekündigt war in Arth-Goldau ein sehr stark ausgelasteter Zug in Richtung Zürich: Ich hatte den Tierpark besucht und machte mich nun auf den Heimweg. Mein Köfferli hatte ich abgeholt und verschaffte mir einen Überblick über die Zugsformation. In der SBB-App waren für meinen Zug lauter rote „Manöggeli“ angezeigt – in der 2. Klasse, aber auch in einigen Wagen der 1. Klasse.
In der Hoffnung, dass der „Bahnhofvorstand“ – heissen die heute „Bahnbetriebsangestellte“ oder gar „Billett-Verkäufer“? – am Schalter Auskunft darüber geben könnte, ging ich nochmals hin und fragte nach. Es sei tatsächlich ziemlich voll, und ich solle am besten einen Klassenwechsel für die 1. Klasse lösen. Er könne mir die Reservation obendrauf schenken, weil ich solche Umstände mit den Schliessfächern gehabt hatte, erklärte mir der erwähnte Mann am Schalter.
So kam ich zu einem reservierten Sitzplatz im vordersten Wagen des FV Dosto – bei uns in der Familie mehr oder weniger despektierlich „de Bombardier“ genannt -, mit wunderbarem Blick auf den Zugersee und die Rigi.
Einem reservierten Platz im Obergeschoss eines Wagens, in dem ausser mir nur noch eine kleine Handvoll Leute sassen.
Die Reservation hätte ich mir also schenken können, wenn ich sie nicht geschenkt bekommen hätte …
