Author Archives: Peter Haslebacher

Das Wochenende verbrachten wir in Seewis, im Jugendhaus (JHS), einige Höhenmeter oberhalb Seewis Dorf. Es ist dies ein Familien-Ferienhaus mit einfachen Zimmern, Etagen-Duschen und -WCs sowie Vollpension. Immer im September findet im JHS ein Erlebniswochenende statt, mit einem Erlebniszelt für Kinder und Teenagers, viel Zeit zum Relaxen oder Spazieren, einem Gottesdienst am Sonntagmorgen, Grilladen, Salat und Dessert. Dieses Erlebniswochenende war unser Ziel, als wir am Freitagabend unterwegs waren, zuerst mit dem Thurbo, der S-Bahn und dem Interregio und anschliessend, ab…

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Noch nie in meiner gut 16-jährigen Pendlerkarriere hatte ich das erlebt: Unsere S11 stand im Bahnhof Stettbach still, und die Stimme im Lautsprecher erklärte, sie wisse nicht, warum. Dieser Teil des Ganzen war soweit nicht ungewöhnlich. Jedoch war die Durchsage des Lokführers kurze Zeit später alles andere als normal: „Die Weiterfahrt des Zuges verzögert sich um einige Minuten. Der Grund dafür ist ein medizinischer Notfall in Ihrem Zug. Die Ambulanz ist aufgeboten“. Später wurde sogar medizinisches Personal im Zug aufgerufen,…

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Morgens wird es jetzt – im September – wieder später hell. Wenn ich aus dem Haus gehe, bin ich definitiv froh um jede einzelne Strassenlampe, die den Weg erhellt. Und deren hat es viele. An der dümmsten Ecke – dort, wo mein Weg in Richtung Unterführung abzweigt – ist eine solche Lampe defekt. Es ergibt sich so ein regelrechtes schwarzes Loch im Weg. Entgegenkommende Fussgänger erscheinen nur schemenhaft, und auch Velofahrer ohne Licht (die gibt es tatsächlich) sind noch unsichtbarer…

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Als ich ein Kind war, war der Flumserberg unsere alljährliche Winterferien-Destination. Im „Sunnebode“, einer Art „Familien-Lagerhaus“, wohnten wir jeweils eine Woche lang. Tagsüber gingen wir schlitteln: Wir spazierten zu einer Alphütte – dem Panüöl -, um danach wieder zur Prodalp zu schlitteln. Oder wir schlittelten von der Prodalp ins Tannenheim. Oder sonstwo. Alles entspannt, das Ganze keineswegs geprägt von „Overtourism“. Am vergangenen Sonntag begaben wir uns wieder mal auf einen – diesmal spätsommerlichen – Ausflug in dieses Gebiet. Wir fuhren…

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Bekanntlich leben wir auf dem Gelände eines Altersheims. Dass dort nicht nur Zweibeiner, sondern auch Tiere wohnen, habe ich schon erwähnt: Alpakas, Kaninchen, Minipigs, Ziegen und Bienen. Diese Woche sind nun noch vier Walliser Schwarznasenschafe dazugekommen. Sie tun sich am hohen Gras neben einer Hecke gütlich – säuberlich eingezäunt und mit ausreichend Auslauf. Als ich gestern da war um sie zu begrüssen, erwiderte eines der Schafe den Gruss mit lautem Blöken. Den Gruss hier auch schriftlich: Willkommen, liebe Schwarznasenmäääher!

Gestern Abend tat meine SBB-App tatsächlich, was sie sollte: Sie zeigte mir bereits zehn Minuten vor Abfahrt meiner S11 an, dass diese drei Minuten verspätet abfahren würde. Das gab mir die Gewissheit, dass ich nicht pressieren müsste, sondern recht gemächlich zum Bahnhof pilgern könnte, wenn ich vorher noch kurz das WC aufsuchte. Aus den drei Minuten wurden vier, dann fünf, dann sechs. Laut Durchsage und Anschrift fuhr unser Zug schliesslich acht Minuten später ab: 17:44 statt 17:35. Na ja, fast.…

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Das Streckennetz des Thurbo ist überraschend gross: Ausser den Stammlanden im THURgau und am BOdensee findet man ihn zum Beispiel im Sarganserland, auf der Strecke Winterthur-Bülach und bekanntlich auch im Tösstal. Es kommt daher vor, dass man einzelne Kompositionen wochen-, ja monatelang nicht antrifft, weil sie an irgendeiner anderen Ecke des Gebiets unterwegs sind. Am Wochenende verkehrte der Thurbo mit gelb-schwarzer Vollbemalung von Radio und Tele Top und Top Online wieder mal im Tösstal. Diese Komposition hatte ich zuvor wirklich…

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Dominiert wurde das ESAF-Gelände durch einen riesigen hölzernen Stier. Dieser schaute talauswärts und war – ja, eben – riesig und aus Holz gezimmert. Die Zimmerleute, die ihn gebaut hatten, mussten unzählige Stunden damit verbracht haben. Der Stier – „Max“ – war nicht nur monumental, sondern in seiner ganzen Kantigkeit und Vergänglichkeit auch schön anzusehen. Nachdem zuerst unklar war, ob er nach dem Fest eine Zukunft haben werde oder gar zu Sägemehl für das nächste ESAF verarbeitet würde (diese spontane Idee…

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Sowieso haben die Stiere an Schwingfesten einen hohen Stellenwert. Es war also kein Zufall, dass die Schokolade-Skulptur bei Läderach einen Stier darstellte. Der Siegespreis war – wie bei solchen Festen üblich – ein ausgewachsener „Muni“ namens Zibu (benannt nach dem Ziger-Brotaufstrich), der dem Festsieger zum Schluss feierlich übergeben wurde. Dieser – der Schwingerkönig -, Armon Orlik mit Namen, waltete später seines Amtes und posierte mit dem Prachtstier – um anschliessend in einem Interview zu erklären, als Bauingenieur hätte er keine…

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Ein bisschen speziell sind sie schon, die Schwinger und ihre Mitstreiter auf der Tribüne: Speziell vor allen für mich, der ich nicht allzu grossen Kontakt mit der volkstümlichen Kultur habe. Verfolgen tue ich die Schwingfeste gerne – bis jetzt vor dem Fernseher. Grosse Hochachtung habe ich vor der Wendigkeit und auch vor der Kraft der Schwinger im Ring, die genau zu wissen scheinen, wie man einander auf den Rücken legt – und dieses Wissen dann auch umsetzen können. Anschwingen –…

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