Ganz früh in der Sihlpost
Die Sihlpost beim Zürcher Hauptbahnhof war und ist für mich der Inbegriff einer Post: Die riesige Schalterhalle und die bedienten Postfächer, ein emsiges Treiben. Aussen oben angebracht eine grosse Uhr, die weitherum die korrekte Zeit angibt. Zudem verschiedenste Büros. Früher war da auch ein Briefverteilzentrum untergebracht. Diese Zeiten sind vorbei; jetzt haben sich unter anderem ein Hiltl- und ein anderes Restaurant, sowie Google eingemietet. Nun denn: Am Montag, noch vor der Arbeit, musste ich etwas zur Post bringen. Die Sihlpost…
Glückliche Hühner
Auf meinem Spaziergang letzten Sonntag entdeckte ich weitere Ecken von Zell, an denen ich entweder schon lange nicht mehr oder sogar überhaupt noch nie vorbeigekommen war. Zum Beispiel war da ein riesiges Hühnergehege mit freilaufenden Hühnern. Dies stellt man sich wohl unter „glücklichen Hühnern“ vor: Vergleichsweise wenige Hühner, die sich ohne Dichtestress draussen bewegen können. Der Einzige indes, der sich bereitwillig fotografieren liess und nicht davonlief, als ich mich mit dem iPhone näherte, war übrigens der Hahn. Mich dünkte, er…
Swiss Fencing Team
Zuerst fiel mir die grosse rote Sporttasche auf, die jene junge Frau im Coop letzten Freitagabend mit sich herumtrug. Welchen Sport sie wohl ausübte? Des Rätsels Lösung sah ich rasch: „Swiss Fencing Team“ war aufgedruckt. Eine Fechterin also. Die Trainingshosen mit der Aufschrift „Armée Suisse“ und ihr kleiner olivgrüner Rucksack liessen zudem darauf schliessen, dass sie die Spitzensport-Rekrutenschule besucht. Was ganz generell die Frage aufwirft: Wie heissen eigentlich all die Spitzensport-Rekruten, und wie erfährt man das jeweils?
Im Lift
Letzten Freitag wollte ich im Bahnhof Stadelhofen noch kurz Milch kaufen gehen, bevor ich heimfuhr. Am einfachsten ist das Ladengeschoss von der Schule her mit dem Lift zu erreichen, deshalb stieg ich dort ein, drückte auf die Taste „-1“ und wartete. Vergebens. Ich drückte mitunter alle Tasten im Lift: Alle Stockwerke, „Tür auf“, gar „Tür zu“, bis ich feststellen musste, dass ich hier nicht mehr so leicht raus käme. Also drückte ich den Alarmknopf, fünf Sekunden lang, wie schriftlich geheissen.…
„Stogelen“
Wie kalt es am Sonntag war, musste ich am eigenen Leib erfahren: Auf dem Rückweg vom Römerkastell Ilgenhausen zum Bahnhof Pfäffikon war der Restschnee in der Sonne etwas getaut. Das Schmelzwasser war anschliessend – als die Sonne später wieder weg war – wieder gefroren. So waren regelrechte Eisflächen auf den Quartierstrassen entstanden. Dass ich eine solche Eisfläche übersah und auf dem Hintern landete, war nicht ganz untypisch; dass ich dabei glücklicherweise mit dem Schrecken davonkam, war in ähnlichen Situationen ebenfalls…
… und am Sonntag am See
Am Sonntag fuhren wir nach Pfäffikon. Unser Ziel war der Pfäffikersee, der auch in dieser Zeit einen grossen Reiz ausübt. Mit Schnee war es dort nicht weit her, aber die verschneiten Berge in der Ferne und die kalte Luft, die wir vor allem auch beim Spazieren fühlten, liessen auch jeden, der dies nicht wusste, klar auf die Jahreszeit schliessen. Es war ein wunderschöner Nachmittag mit einer ganz speziellen Stimmung. Der Ausflug hatte sich definitiv gelohnt. Dies konnten wohl auch die…
Am Samstag im Schnee …
Wenn man bei uns den Schnee sehen will und es nur wenig oder gar keinen hat, ist der Spaziergang von Fischenthal nach Gibswil eine gute Möglichkeit: Mit dem Zug in einer halben Stunde erreichbar und einigermassen schneesicher. Am Samstagnachmittag nahmen wir die Strecke unter die Füsse: Vom Bahnhof hoch zum Hochplateau, anschliessend gemütlich zwischen Bahntrassee und Langlaufloipe bis zur Strasse und zum Bahnhof. Wenn man spaziert und nicht hastet, benötigt man für den Weg mit Blick auf die Glarner und…
„Maske tragen“
Ein neuer Kleber ist seit kurzer Zeit an den Türen der SBB-Züge und Postautos angebracht. Eine Maske ist darauf gezeichnet; daneben steht der Slogan „Maske tragen. Verantwortung tragen. Danke.“ in vier Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Lustig eigentlich: Jetzt, nach zwei Jahren der Pandemie, eineinhalb Jahre nach der Einsicht, dass Masken eben doch etwas nützen, wird dieser Kleber angebracht. Ob er mehr nützt als die regelmässigen Durchsagen im Zug und an den Bahnhöfen? Angesichts des Verhaltens meiner Mitreisenden wage…
Wenn Alpacas schlafen
Je nach dem, woher ich nach Hause unterwegs bin, lasse ich es mir nicht nehmen, bei den Alpacas vorbeizuschauen. Wie schon mehrfach erwähnt, gehören diese nicht uns, sondern dem Zentrum Rämismühle, auf dessen Gelände wir wohnen. Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, wer diese Tiere nicht zum Knuddeln findet oder ihnen zumindest sehr viel Liebe entgegenbringt. Sie sind nicht unbedingt schön, aber so richtig kuschelig – wie Schafe auf Steckenbeinen mit einer Extraportion Hals. Was mir jedoch gestern Abend,…









