Category Archives: Unterwegs

Bereits gestern Abend, aber auch heute Morgen noch, stand am Strassenrand ein grosser, klobiger Sessel. Ein Sessel, so schien es, mit elektrisch verstellbarer Sitzposition. Aus Kunstleder oder so, jedenfalls ein braunes, knautschiges Umgetüm. Aus seinem Standort in der Nähe der Abfall-Container liess sich schliessen, dass man den Sessel wohl loswerden wollte. Ob die Kehrichtabfuhr dieses Monstrum jedoch mitnimmt, wage ich zu bezweifeln. Sonst heisst es zukünftig, zumindest in nächster Zukunft, halt: Schöner Wohnen am Strassenrand …

Zum Bibermond im Zentrum Rämismühle (ZRM) Der Mond ist aufgegangen,die goldnen Lampen prangen am Strassenrande klar.Der Wald steht schwarz und schweigetund aus der Wiese steigetkein weisser Nebel, wunderbar. So legt euch denn ihr Brüderin Gottes Namen niederkalt weht der Abendhauch,verschon uns Gott mit Strafenund lass und ruhig schlafenund unsern kranken Nachbarn auch. Nach Matthias Claudius

Gestern Morgen fuhr ich bei schönstem Wetter los. Der Mond schien noch knapp vor dem Untergehen, die Sterne prangten am schönsten Himmelszelt. Wie nach einer klaren Nacht im Herbst normal, war die Temperatur nicht sehr angenehm und tief. Kurz vor dem Zürichbergtunnel jedoch fuhren wir in den Nebel hinein: Der November zeigte sich von der unangenehmsten Seite. Aufs Übelste gefasst, erwartete ich die Witterungsverhältnisse ennet des Tunnels, an meinem Arbeitsort. Wunderbar: Der Nebel waberte nur über dem Zürichsee und der…

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Heute Morgen nach dem Einsteigen in den Zug war ich in Gedanken versunken und las etwas, um anschliessend diesen Text hier zu schreiben – wie in meiner Morgen-Routine üblich. Deshalb fiel mir gar nicht auf, dass der Monitor für die Anzeige der nächsten Stationen schwarz war. Dass die Anzeige fehlte, merkte ich erst, als etwas anderes geschah: Der Lokführer erklärte mit sonorer Stimme über den Lautsprecher, welche Station als nächste drankäme. „Nächster Halt Rikon / Kollbrunn / Sennhof-Kyburg / Winterthur…

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Letzten Montag regnete es den ganzen Tag in Strömen. Ohne Schirm kam man nicht von einem Ort zum anderen. Wobei ein Schirn auch nicht immer ideal war: Es stürmte stark, und der Wind drohte den Schirm zu zerreissen oder sein Gestänge zu verbiegen. Unsere Schulsozialarbeiterin rief mich kurz nach 10 Uhr ganz freudig zu sich: Bei ihrem Fenster vis-à-vis hatte sich ein junger Graureiher niedergelassen und trotzte jetzt Wind und Wetter. „Niedergelassen“ bedeutete hier: Er stand auf einem Bein, hatte…

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Am Sonntag vor einer Woche waren wir morgens wieder einmal mit dem Zug unterwegs. Wie es so ist, erlebt man auf Zugfahrten so einiges – offenbar nicht nur unter der Woche, sondern auch am Wochenende. Zum Beispiel hier: Da sassen zwei Personen – ein Mann und eine Frau – und sahen sich Videos an oder spielten auf ihrem Smartphone. Mit eingeschaltetem Lautsprecher, jeweils ein eigenes Programm mit eigener Geräuschkulisse. Das Wort „Lautsprecher“ war dabei wirklich wörtlich zu nehmen. Zu hören…

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Beim Bahnhof Winterthur wird gebaut. Heftig gebaut. Momentan sieht man erst ein riesiges, tiefes Loch, wenn man von der einen Seite rein schaut. von allen anderen Seiten ist die Baustelle mit hohen weissen Brettern abgesperrt, auf dass die Sicherheit gewährleistet sei. Gegen die Geleise hin ist das Ganze eine sehr enge Sache: Der Bretterverschlag halbiert das Perron längs; viel Platz bleibt da nicht mehr. Etwas eigenartig ist deshalb die Tafel, die da montiert worden ist: „Stehen verboten“ steht darauf in…

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Irgendetwas war da los auf dem Bahnhof Rüti. Wir waren nachmittags, nach zwei Uhr, unterwegs und warteten auf unseren Zug, der um 14:24 auf Gleis 3 fahren würde. Die S15 nach Niederweningen auf dem Gleis jedoch, sie war auf 12:21 angekündigt. Was genau? Wieso genau? Und warum stand nichts davon, dass er zwei Stunden verspätet wäre? Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht so ganz. Es konnte sich selbstverständlich um einen Defekt handeln, aber viel wahrscheinlicher war: Auf jenem Perron herrschte…

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Weiter gings auf unserer Reise durch den Kanton Graubünden: Zuerst mit der RhB nach Susch, dann mit dem Postauto über den Flüelapass nach Davos. In einer Kurve sah man tatsächlich nochmals das Schloss Tarasp, bevor das Engadin ganz verschwand. Wir nutzten das schöne Wetter, um den Davosersee zu Fuss halb zu umrunden und kurz einzukehren, bevor wir mit dem Bus zum Bahnhof Davos Platz fuhren. Dort stand ein spezieller Zug bereit. Er war nicht für uns gedacht, sondern gerade von…

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Am Mittwoch machten wir einen Ausflug. Das schöne Herbstwetter war dazu sehr passend. Zum Mittag- und Abendessen hatten wir uns abgemeldet, hatten also genügend Zeit. Der nächste Fixpunkt war kurz nach 19 Uhr an der Postautohaltestelle, wo ein anderer Gast uns abholen würde. Unser erstes Ziel war Scuol: Heimreisende Gäste nahmen uns mit nach Schiers. Anschliessend fuhren wir mit dem Zug durch den Vereina-Tunnel, um bereits vor halb 12 Uhr in Scuol-Tarasp anzukommen. Gemächlich ins Dorf runter spazieren, um dann…

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