Category Archives: Unterwegs

Mal ganz ehrlich: Aus der Schweizer Eisenbahn-Landschaft werde ich nicht schlau. Am Dienstagabend habe ich einen Thurbo gesehen, der den Namen „Läufelfingerli“ trägt. Dass es sich dabei um eine Zugstrecke handelt, nahm ich an. Dass es irgendwo im Baselbiet – wo auch immer Läufelfingen ist – verkehrt, ebenfalls. Gross nachzulesen, dafür blieb mir bis jetzt keine Zeit. Immerhin habe ich erfahren, dass das Läufelfingerli auf der Hauensteinstrecke verkehrt. Die Bilder, die in der Suche erschienen, zeigten Züge, die sehr stark…

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Laut polternd kamen sie letzten Samstag die grosse Treppe herunter. Angesichts ihrer Kleider und Accessoires gehörten sie alle zu den Fans des FC Winterthur, des lokalen Challenge-League-Clubs (wieso genau hat man die Nationalligen A und B eigentlich umbenannt?). Dass sie zusammengehörten, wurde spätestens klar, als sie berieten, ob sie wohl vollzählig seien. Wohin die Reise ging – es stand definitiv ein Auswärts-Match an – konnte man spätestens hören, als sie ihre Fangesänge skandierten: „Scheiss-Schaffhuse!“ hörte ich raus, an andere Textzeilen…

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Die Thurbo-Züge zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass in einer Reihe fünf Personen sitzen können, beziehungsweise, dass – durch einen Gang getrennt – ein Vierer- neben einem Sechser-Abteil platziert ist. Dass man das überhaupt so hingekriegt hat, ist wohl der speziellen, fast quaderförmigen Form des Zugs und seiner Überbreite zu verdanken. Wobei – und darüber habe ich auch schon geschrieben – das Sitzen auf dem mittleren Sitz nicht sehr angrnehm ist, entweder für denjenigen, der sich dort niederlässt, oder…

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Welche Namenskonvention liegt dem Ganzen wohl zu Grunde, wenn ein Zug „Pünten“ genannt wird? Re460-Loks sind nach Talschaften und Bergen benannt, ein Teil der S-Bahnen nach Gemeinden im ZVV. Die SOB-Züge heissen wie Berge. Aber Pünten? Ganz generell ist ja „Pünten“ ein durch und durch schweizerdeutsches Wort. Wenn ich auf die Strasse ginge und ausserhalb Winterthur – dort kennt man das sehr wohl noch – jemanden suchte, der wüsste, was es bedeutet, träfe ich wohl auf sehr viel Unverständnis. Büntstrasse:…

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Es ist ja schon nicht so, dass mir Dunkelheit gar nichts ausmachte. Vor allem gepaart mit Nässe finde ich sie besonders unangenehm. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ich gestern beim Aussteigen aus dem Zug etwas Mühe hatte: Es regnete, was zusammen mit dem Umstand, dass es abends jetzt eine Stunde früher dunkel wird, zu einer sehr düsteren Stimmung führte. Ich liess mich also sozusagen „heimspülen“. Zum Glück hatte ich einen Schirm dabei. So wurde ich wenigstens nicht nass. Ich…

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Morgens geht die Sonne nun wieder eine Stunde früher auf. Die Zeit wurde umgestellt, und die innere und die äussere Uhr ticken wieder im Takt. Auch wenn weder gestern noch heute Morgen von der Sonne etwas zu sehen war, ist es doch angenehm, dass es wenigstens heller ist. War es letzte Woche, als ich um 7 Uhr auf den Zug wartete, noch stockdunkel, sah man heute Morgen um diese Zeit schon wirklich weit und klar. Da stört es mich überhaupt…

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Morgens, wenn ich das Haus verlassen habe, bräuchte ich eigentlich keine Uhr, um zu merken, ob ich einigermassen beizeiten bin. Unterdessen habe ich auf dem Weg verschiedene Anhaltspunkte, die für sich alleine genommen unpräzise sind, jedoch insgesamt ein recht gutes Bild ergeben. Da ist die freundliche Frau, die mich kreuzt – mal auf dem Velo, mal zu Fuss. Dann auch die etwas mürrische Frau, die kaum grüssen mag. Teilweise ist auch ein Jogger (logischerweise immer der selbe) unterwegs, oder ein…

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In der Schweiz werden in den meisten Läden die Kunden gesiezt. Das ist üblich. Ausnahmen sind sehr selten: Im Apple Store wird grundsätzlich jedermann geduzt. Junge Leute: Zack – du. Eine 70-jährige Bekannte von mir: Zack – du. Auch die Verkäufer sind nur mit Vornamen angeschrieben. Im Hang Loose, einem Geschäft für coole sportliche Mode in Winterthur (oder so) bin ich zumindest mit der Chefin per du, ohne das aktiv gesucht zu haben. (Hoi Nicole!) Sie respektiert aber auch, wenn…

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Die Baustelle am Hauptbahnhof Winterthur nimmt man östlich, vor allem aber westlich des Bahnhofs wahr. Dort hat es eine betonierte Zufahrt in den Untergrund, über die lastwagenweise Schutt und Aushub abtransportiert werden können. Davon, dass die Schienen unterhöhlt sind, merkt man nur etwas, weil der Boden hölzern ist und weil es hohl klingt, wenn ein Zug drüber fährt. Vorgestern jedoch waren die Geleise freigelegt, und mit einem Blick in die Tiefe konnte man etwas von der Grösse des Lochs erahnen,…

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Woher dieser Lärm nachts um 10 Uhr wohl kommen mochte? Wir mutmassten und kamen zu Beginn nicht drauf. Ein Flugzeug war es nicht, das tönte anders. Ein Pistenfahrzeug hätte allenfalls ähnlich getönt. Ähnlich, aber nicht gleich. Und, vor allem, wäre es wohl recht deplaziert gewesen, im Oktober, in den Niederungen des mittleren Tösstals. Als wir aus dem Fenster schauten, wurde alles klar: Keine Piste wurde präpariert, sondern die Schienen. Mit viel Getöse und vor allem mit lautem Kreischen, fräste eine…

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