Smilestones (5)
Im letzten Post erwähnte ich das Hotel „Victoria Jungfrau“ als grosses Highlight in der Ausstellung von Smilestones. Ein weiteres sehr gelungenes Exponat – mithin mein liebstes Stück – ist nur wenige Meter weiter zu finden: Es handelt sich um den Raddampfer „Lötschberg“, der da ebenfalls im Massstab 1:87 nachgebaut worden ist. Das Original fährt auf dem Brienzersee, während sein Schwesterschiff, die „Blüemlisalp“, auf dem Thunersee ihre Runden zieht.
Die „Lötschberg“ jedenfalls, sie wurde in liebevoller Feinarbeit während unzähliger Stunden im Massstab 1:87 nachgebaut und mit vielen Ausflügern bevölkert.
Wunderschön!
Smilestones (4)
In der Smilestones-Welt wird es immer wieder mal Nacht: Strassenlampen beginnen zu leuchten, Autos schalten die Scheinwerfer ein, und hinter den Fenstern in Wohnungen, Büros, Läden und Restaurants schalten die Menschen, die die Welt bevölkern, die Lampen ein.
Ein zweiter Teil der Ausstellung ist dem Berner Oberland gewidmet. Wie andernorts ist auch dort die „Nacht“ deutlich sichtbar: Am Unspunnen-Schwinget auf der Höhematte in Interlaken verlagern sich die Aktivitäten aufs Tanzparkett, und im Hotel „Victoria Jungfrau“ wird das Abendessen serviert, während einige Gäste bereits zu Bett gehen.
Sowieso: Das Hotel „Victoria Jungfrau“ ist meines Erachtens unter den vielen einer der ganz grossen Glanzpunkte der Ausstellung, mit all den Details und der spürbaren Sorgfalt beim Bauen.
Grandios!
Smilestones (3)
Smilestones liegt im Industriegebiet von Neuhausen, unweit des Rheinfalls. Es ist deshalb auch naheliegend, dass ein rechter Teil der Anlage die Nordostschweiz im Allgemeinen und den Kanton Schaffhausen im Speziellen darstellt: Stein am Rhein mit den farbigen Häusern in den engen Gassen und der Burg Hohenklingen, die hoch oben über der Stadt thront; Neuhausen mit dem Rheinfall und dem Industriegebiet mit Smilestones – mit dem Rheinfall und dem Industriegebiet mit Smilestones und mit … aber lassen wir das …
Schaffhausen mit den vielen Erkern in den Gassen, mit dem Rhein, mit den Restaurants am Rhein und – noch viel herrschaftlicher als Hohenklingen – der Munot.
Gewaltig!
Smilestones (2)
Smilestones liegt im Industriegebiet von Neuhausen, unweit des Rheinfalls. Einzelne Familien, die da waren, hätte man denn tatsächlich auch eher dort als in der Modellbahnanlage erwartet.
Die Anlage ist liebevoll aufgebaut und wird mit ebenso viel Liebe instand gehalten. Sie zeigt über weite Strecken authentische Szenerien aus der Schweiz. Mit einem Hauch Nostalgie da, mit einigem Schalk dort, mit kleinen, speziellen – oft witzigen – Details allenthalben.
Zu Beginn ist da gleich das Appenzellerland und der Säntis mitsamt Schwebebahn: Grössere und kleinere Bauernhäuser, verschiedene Traktoren und diverses Vieh bevölkern diesen Teil ebenso wie die Landsgemeinde in Appenzell. Selbstverständlich zieht auch die Appenzeller Bahn ihre Kreise. Nicht in Schmalspur zwar, aber das wäre der Detailgetreue wohl zu viel gewesen.
Wobei: Gibt es das überhaupt, H0 in Schmalspur?
Smilestones (1)
H0-Miniatur-Eisenbahnen haben für mich etwas Zwiespältiges: Einerseits ist da die Bahn, die man in Spielwarenläden erhält, die horrend teuer ist und bei der man für eine originalgetreue Zugskomposition gegen 1000 Franken bezahlt – um sie dann in einem Oval herumfahren zu lassen. Für durchschnittliche Kinder also normalerweise unerschwinglich. Zum Anderen die Faszination der einzelnen Züge, die man auch ausstellen kann: Zum Beispiel ist da die Lok mit Panzeranhänger, die bei mir aufgestellt ist (was eine andere Geschichte ist). Auch andere Leute haben solche Züge an der Wand aufgehängt, bzw. in Vitrinen aufgestellt. Teilweise ganze Wände voller Vitrinen.
Zum Dritten jedoch – und jetzt wird es „dreispältig“ – bin ich von klein auf fasziniert von grossen Landschaften, die an verschiedenen Orten aufgebaut wurden und die ich bewundern konnte: In meiner Kindheit eine Anlage in der Nähe des Zoos Zürich, später die Gotthardbahn im Verkehrshaus Luzern, vor rund zwei Jahren das Miniatur-Wunderland in Hamburg und letzthin Smilestones in Neuhausen.
Von den Reizen der Smilestones will ich die nächsten Tage schreiben – in einem einzelnen Post lässt sich das nicht abhandeln …
Verschiedene Transportmittel
Es gibt bekanntlich verschiedene spezielle Transportmittel: zum Beispiel Kinderwagen für Kinder, Einkaufswagen für Einkäufe, Lastenvelos für schwere Lasten, Sackrollis für Kartoffel- und andere grosse Säcke.
Diese Gefährte werden jedoch immer wieder auch zweckentfremdet: Im Lastenvelo werden Menschen transportiert, im Kinderwagen Einkäufe. Aus Veloanhängern, die jenen für Kinder täuschend ähnlich sehen, hecheln einem Hunde entgegen. Das Merkwürdigste, das ich in letzter Zeit jedoch gesehen habe, war der Hund, der müde oben aus einem Einkaufswagen herausschaute.
Ob ihm das wirklich so gefiel?
Tea Time
Es kommt vor, dass ich nachmittags mit Leuten unterwegs bin, die gerne ab und zu einen Kaffee trinken gehen – einen Milchkaffee („e Schale“), einen Cappuccino oder seltener einen Latte. So zum Beispiel letzthin mit meiner Frau und meiner Tochter.
Meine Tochter kennt gefühlt jedes Café in Winterthur. So waren wir diesmal ziemlich zielstrebig unterwegs zum Vollenweider in der Marktgasse. Dort gibt es nicht nur anständigen Kaffee, sondern auch leckere Patisserie und Desserts. Und, für mich als Nicht-Kaffeetrinker zentral, Cola im Glasfläschli.
Ein Killerkriterium für eine gute Adresse!
Nein, für diesen Post werde ich – leider – nicht bezahlt. Das wäre doch sehr schön …
Ein alter Zug
Den Triebwagen, den wir letzthin an einem Sonntagmorgen im Depot beim Bahnhof Winterthur stehen sahen, hatten wir bereits tags zuvor bei uns im Tösstal gesehen. Damals war er unterwegs Richtung Winterthur gewesen. An diesem Sonntag jedoch war dieser Triebwagen für ein Charterfahrt gebucht. Laut Marc Aeschlimann, einem eingefleischten Eisenbahn-Enthusiasten und begnadeten Trainspotter, handelte es sich dabei um den Triebwagen 101, zusammengehängt mit dem Dynamometerwagen 99701. Eine Gruppe Reise- oder Feierwilliger – sie stand schon sehnsüchtig wartend auf dem Perron 3 – würde einige Zeit darauf verbringen.
Ich habe grossen Respekt vor den Leuten, die in wochen- und monatelanger Arbeit solche antiken Züge restaurieren!
Zeitpunkte
„Zeitpunkt der Weiterfahrt in Abklärung“ hiess es beim Screen an unserem Bahnhof. Es war Morgen, ich war eine Stunde später dran als normal, und ich wartete auf meine S11. „Zeitpunkt der Weiterfahrt“: Wo? In Wila? In Turbenthal? Dass der Zug ausfiele, stand da jedenfalls nicht.
Wir hatten beim Frühstück nicht wie an anderen Tagen beachtet, ob die S11 überhaupt das Tösstal hochgefahren sei, oder nicht. Deshalb hatte ich auch keine Ahnung, ob da noch etwas käme.
Laut Anzeige blockierte ein Zug die Strecke zwischen Effretikon und Winterthur. Ob dies wohl unsere S11 war? Dann wäre auch klar, wo sie steckte.
Für mich jedenfalls hiess es wieder einmal: Hallo, S26!
Laax by night
Abends, als die Sonne unter- und der Mond aufgegangen war, wurde der Laaxersee in ein spezielles, fahles Licht getaucht. Zu Beginn unseres Spaziergangs um den See am Freitag hoben sich die Berggipfel noch recht klar vom langsam dunkler werdenden Himmel ab.
Viele Leute waren rund um den See versammelt, um den Saxophon- und Klarinettenklängen zweier Musiker zu lauschen, die eine Open-Air-Serenade am See-Ufer gaben. Andere genossen im Halbdunkel ihre letzten Bäder des Abends.
Eine schöne Stimmung!









