Auf die Rigi (4)
Die Rigi ist ein Ausflugsberg. Das ist gemeinhin bekannt. Wie viele Leute pro Tag vor allem auch an schönen warmen Wochenenden von Arth-Goldau, Vitznau oder auch Weggis dort hoch gepumpt werden, weiss ich nicht. Um es mal vorsichtig auszudrücken: Viele. Unter diesen Touristen hatte es vor Covid-19 und hat es auch jetzt wieder sehr viele Leute aus Fernost und aus dem Arabischen Raum. Auf sie sind denn auch gewisse Angebote ausgerichtet: Souvenir-Shops; Anschriften und Broschüren in fremden Lettern; Piktogramme, wie…
Auf die Rigi (3)
Schon früh sei die Rigi ein wichtiger Kommunikationspunkt gewesen, habe ich gelesen. Ich nehme an, dass man da mit Feuer von Bergspitze Zeichen gegeben hat. Heute steht auf dem Rigi Kulm ein riesiger Turm mit runden Antennen, die in alle Himmelsrichtungen zeigen, sowie mit weiteren Anlagen, die da angebracht sind. Es wäre spannend herauszufinden, wozu das alles genau dient. Die grösste Herausforderung für mich war indes, den ganzen Turm auf einer Foto festzuhalten …
Auf die Rigi (1)
Meine Frau und ich, wir waren seit Jahrzehnten nicht auf der Rigi gewesen. Es sei schön da oben, auf dem Berg, den man gefühlt von jedem Hoger und jedem Gipfel der Schweiz sieht. Am Sonntag zogen wir los: Winterthur HB ab 11:39, Rigi Kulm an etwas vor 14 Uhr. Genau lässt sich dies nicht mehr eruieren, da wir ab Arth-Goldau mit einem Vorläufer des regulären Zugs da rauf fuhren. 3. Klasse: Man gönnt sich ja sonst nichts. Sitzen auf einer…
In Dosen
Sie überraschen mich immer wieder, diese Leute von Vivi-Kola: Angefangen hat es damit, dass es dieses Getränk wieder gibt. Die Mineralquellen Eglisau hatten es hergestellt, den Betrieb dann jedoch eingestellt. Vor einigen Jahren – zehn Jahre? Zwölf? Ich google nicht – wurde es wiederbelebt und wird wieder verkauft. In Glasfläschchen. Man sagt, es schmecke wie früher. Etwas später kam Vivi-Soda hinzu, ebenfalls in Glasfläschchen. Orange und Lemon oder so. Auch gut, aber halt nicht Cola. Nun hat jedoch mein Sohn…
Aazele, Böle schele …
In der Schweiz gibt es einen Abzählreim, der seit Jahren zum kulturellen Erbe gehört: „Aazelle, Bölle schelle, d’Chatz gaht uf Walliselle. Chunnt si wieder hei, hät si chrummi Bei. Piff paff puff, und di bisch duss.“ Dieser Vers, oder zumindest der Anfang davon, steht an einer niedrigen, aber langen Mauer an einer Strasse in Wallisellen. Weiss auf rot. Merkwürdigerweise jedoch mit der Abwandlung „… d Chatz chunnt vo Walliselle …“. Ein Sakrileg, die Katze so für sich zu vereinnahmen! Anscheinend…
Auch Pfingstwetter
Der Regen klang am Sonntag gegen Abend ab, und im Schein der Abendsonne wurde ein wunderschöner Regenbogen, oder zumindest ein Stück davon, sichtbar. Einen kurzen Moment lang sehr klar, bevor er dann wieder verschwand. Der Regenbogen: In jüdisch-christlicher Tradition ein Zeichen, gesetzt von Gott in den Himmel, dass er über die Menschen wachen und sie versorgen wird. Nichts weiter. Nicht ideologisch, weltanschaulich verbrämt für eine einzelne Gruppe Menschen. Der Regenbogen gehört uns allen.
Pfingstwetter
Am Pfingstsonntag war meine Frau ab morgens früh bis am Abend weg. Mein einziger Fixpunkt an diesem Tag war indes das Projizieren von Liedern und Infos im Gottesdienst am Morgen. Was hatte ich mir doch alles vorgenommen für den Pfingstsonntag: Mit dem E-Bike frühmorgens nach Winterthur und nach dem Gottesdienst sonst irgendwo hinfahren. Dazwischen Mittagessen im McDonald’s. Mit dem Schiff eine Rundfahrt auf dem Zürichsee machen. Mit dem öV durch den Kanton Zürich bummeln. Schliesslich blieb es, dem Wetter geschuldet,…
Ein Stuhl, gratis
Was alles so gratis abzugeben ist: Mal ein Tisch, mal ein Schränklein. Momentan im Angebot: Ein Stuhl. Am Bahnhof. Und was für ein Prachtsexemplar: Die Rückenlehne aus Kunststoff ist teilweise abgebrochen, die Verstärkung unter der Sitzfläche hängt herab. Wenn der Stuhl nicht da stünde, sondern beim normalen Abfall, müsste der Entsorger dafür bezahlen, anstatt ihn gratis abzugeben – in grosszügiger Art und Weise. Irgendwann wird jemand den Stuhl entsorgen – wahrscheinlich auf Gemeindekosten. Bis dahin steht er noch da: Eine…
Eine Klassenlagerklasse
Am Montagmorgen hatte sich bei uns am Bahnhof eine Schar Jugendlicher besammelt. Ich schätze sie so auf Oberstufenalter, so genau kann ich das jedoch nicht sagen. Jedenfalls trugen sie Rucksäcke oder hatten Rollkoffer bei sich und wurden durch mindestens einen erwachsenen Mann begleitet. Wenn Jugendliche montagmorgens mit Gepäck unterwegs sind, liegt der Schluss nahe, dass sie ins Klassenlager fahren. Weil in S-Bahnen jedoch keine Gruppenreservationen möglich sind, mussten sie sich zu den „normalen“ Pendlern in die S26 zwängen, die zum…









