Die Strassenlaterne
Bei uns, direkt vor dem Haus, steht eine Strassenlaterne. Sie erhellt einen Abschnitt, der sonst sehr unangenehm dunkel ist. Ist, Indikativ, weil man das in den letzten Wochen zur Genüge erleben konnte. In der ersten Januarwoche war die Lampe eines Tages plötzlich dunkel. Offenbar war sie defekt. Solche Ausfälle gibt es anscheinend ab und zu. Das EKZ hat für die Meldung von Defekten extra eine App und eine Website eingerichtet, damit aufmerksame Kunden sie einfach anzeigen können. Eine gute Sache:…
Miete dein Lieferwagen
Als wir letzthin an einem Sonntag spazieren gingen, stand beim Schulhaus ein Post-gelber Lieferwagen. Ein Mercedes-Lieferwagen, der offenbar, so war auf seiner Seite zu lesen, gemietet werden konnte. Er gehört demnach nicht mehr der Post, sondern einem privaten Anbieter. Offensichtlich – und das fiel schnell auf – ist der Anbieter der deutschen Sprache nicht zu hundert Prozent mächtig: „Miete dein Lieferwagen jetzt!“ stand da dunkelblau auf gelb. DEIN Lieferwagen. Nominativ. Oder Akkusativ von neutrum: „das Lieferwagen“. Wie auch immer, jedenfalls…
Nach dem Fotografieren …
… ist vor dem Bearbeiten: Als ich zu Hause war, schaute ich mir zuerst mal die Rohdaten meiner Fotos an. Bis dahin hatte ich sie erst auf dem kleinen Display meiner Kamera gesehen, und das war halt schon nicht sonderlich gross. Zudem hatte ich wie erwähnt „RAW“, das heisst unbearbeitet, fotografiert. Im Gegensatz zu JPG müssen diese Fotos zuerst mit einem speziellen professionellen Programm bearbeitet werden. Diese Arbeit machte ich gerne: Unbrauchbare Fotos aussortieren, bei den restlichen an verschiedenen Parametern…
Neuer Thurbo im Anflug
Noch dieses Jahr werden die bisherigen Thurbo-Züge ersetzt. Bisher waren „GTW“ – „Gelenktriebwagen“ – unterwegs. Nun gibt es hübsche Nachfolger: „Flirt Evo“. Wobei „Evo“ für „Evolution“ steht. Weil der Zug nicht revolutionär sei, sondern eine Weiterentwicklung des „Flirt“-Zuges, ebenfalls von Stadler Rail entwickelt. Diesen Zug, nun, ihn entdeckte ich am 13. Januar. Auf der Strecke Winterthur-Rüti stand er grad am Bahnhof Winterthur Grüze. Auf dem Rückweg konnte ich ihn später von unserem Balkon aus wieder entdecken. Das wird bald häufiger…
“Silvesterchlaus“
Am Bahnhof Urnäsch auf meinen Zug himwärts in Richtung Gossau wartend, traf es sich, dass ich neben vier älteren Passagieren stand. Eine der Frauen klärte die anderen über dieses und jenes auf. Ihr breites Halbwissen reichte von REKA („das ist vor allem für Leute, die sich sonst keine Ferien leisten könnten“) bis hin zu den Appenzeller Bahnen („Die haben einen sehr guten Ruf. Die sind eben auch unabhängig“). Ihr Interesse richtete sich bald auf den Zug, der auf dem Nachbargleis…
Verspätet
Züge sind gerne mal verspätet: Mal wenige Minuten, mal – vor allem internationale Züge – bis zu einer Stunde. Dies ist mal mehr, mal weniger ärgerlich, vor allem, wenn man dadurch einen Anschluss nicht erwischt. Auch Trams sind bisweilen verspätet. Ein paar wenige Minuten. Mehr nicht, aber das wäre bei den kurzen Abständen zwischen den einzeln Trams auch fatal: Es gäbe unangenehme Rückstaus. Wieso jedoch hatten letzten Donnerstag zwei Trams solch exorbitante Verspätungen? Eines der beiden war laut Anzeige im…
Alter Silvester
Von all den Silvesterbräuchen ist mir das Silvesterchlausen am liebsten. Dabei ziehen Gruppen von Männern kunstvoll gekleidet im Appenzeller Hinterland von Hof zu Hof, wo sie mit einem „Zäuerli“, einem Naturjodel, die Bauersleute beglücken. Unterwegs sind sie als „schöne“, „wüeschte“ und „schö-wüeschte“ Schuppel, die jeweils ihre eigene Art sich zu kleiden haben. Dreissig Schuppel sollen es scheints in Urnäsch sein. Weit draussen, auf den Höfen, hat der Tourismus noch nicht so enorm Überhand genommen. Da ist alles noch sehr authentisch.…
Rutschpartie
Mag sein, dass es Situationen gibt, in denen Rutschpartien lustig oder angenehm sind, aber heute Morgen war das ganz anders: Über weite Strecken waren die Strassen nass, mit einer heimtückischen Mischung aus halb geschmolzenem Schnee und halb gefrorenem Wasser. Obwohl – oder gerade weil – ich Winterschuhe mit gutem Profil trage, glitt ich unterwegs mehrmals fast aus. An ein zügiges Vorwärtskommen war nicht zu denken; dass der Griff meines Schirmes mehrere Male abfiel, machte das Ganze auch nicht besser. Trotzdem…
Ein Schneemann auf der Bank
Mitten in Winterthur stand am Sonntag ein fröhlicher Schneemann auf einer Sitzbank. Diejenigen, die ihn gebaut hatten, hatten ihm ein erfrischendes Lachen ins Gesicht gezaubert, und so war seine Fröhlichkeit wunderbar ansteckend. Wie er da so stand, schien es, als könnte er kein Wässerchen trüben. Auch ihm könne nichts etwas anhaben, so schien es. Leider ist es jedoch noch immer zu so etwas gekommen: Irgendjemand schubst den armen Kerl um, das Wetter wird wärmer und lässt ihn schmelzen, oder irgendein…
Ein gutes neues Jahr
Am 1. Januar – als alle, die etwas lange Silvester gefeiert hatten, noch ausschliefen – machten wir uns beizeiten auf den Weg. Unser Ziel war Motta Naluns im Unterengadin, oberhalb Scuol. Ein bisschen Schnee, dachten wir, wäre herrlich. Nicht mit den Skis, sondern zu Fuss, gemächlich, genüsslich. Oben angekommen, assen wir zu Mittag (den Wochenhit: Cordon bleu) und vertraten uns später die Füsse, auf dem Winterwanderweg – zusammen mit gefühlt Hunderten anderen. Der Schnee war auf Motta Naluns durchaus vorhanden;…









