Etwas versöhnt
Nachdem ich mich gestern recht bitter über den angebrochenen Monat geäussert habe, möchte ich hier klarstellen: Gar so schlimm scheint es am Morgen nicht immer zu sein. Vielmehr kommt es wohl zum Teil auf die Optik an, mit der man das Ganze betrachtet. Wenn es regnet und die Wolken tief hängen – dabei bleibe ich – , hasse ich den November. Wenn jedoch die Blätter der Bäume am Strassenrand bunt leuchten und ich trocken zum Bahnhof gelange, bin ich ein…
Normalzeit
Seit Sonntag gilt in der Schweizwieder die Mitteleuropäische Zeit. In Abgrenzung zur Mitteleuropäischen Sommerzeit heisst sie auch „Normalzeit“, aber korrekterweise auf keinen Fall „Winterzeit“. Egal, ich bin wohl der Einzige, der sich über solche sprachliche Unsauberkeiten aufregen kann. Jedenfalls wird es abends jetzt wieder früher dunkel, und am Morgen können wir im Vergleich eine Stunde länger liegen bleiben. Es ist dann auch merklich heller, die Vögelchen pfeifen munter ihre Liedelein von den Bäumen, die liebe Sonne prangt schon prächtig am…
Ein Spätsommertag
Gestern wollten wir einen maskenfreien Tag haben. Das hiess, kein öV und auch öffentliche Gebäude, und Restaurants wollten wir meiden. Dies konnte uns gut gelingen: Dank der verschiedenen technischen Hilfsmittel, die seit Beginn der Covid19-Zeit eingeführt worden waren, konnten wir zumindest passiv am Gottesdienst teilnehmen. Dies ist bei Weitem nicht das Gleiche, wie wenn man vor Ort mitfeiert, aber zur Not tut es das auch. Wir wagten uns am Nachmittag für eine Runde nach draussen, bewehrt mit dickem Pullover und…
Und nochmals Alpen
Die Aussicht wollte verdient sein, die wir letzten Sonntag hatten: Von Gibswil wanderten wir hoch zum Bachtel. Für einige mag das nach einem Spaziergang tönen, aber obwohl wir nur rund eineinhalb Stunden unterwegs waren, setzten mir vor allem die Treppenstufen zu, die immer wieder zu bewältigen waren: Keine war gleich wie die andere. Vor allem zu Beginn waren die Tritte sehr hoch, später waren die Höhen und vor allem auch die Tiefen ziemlich variabel. Nach einer Verschnaufspause auf dem Bachtel…
Die Berner Alpen
Auf der Rückreise aus dem Wallis Richtung Bern sah man aus dem Zug die Berner Alpen. Sie huschten am Horizont vorbei, immer wieder verschwindend hinter Häusern und Bäumen. Glücklicherweise hatten wir gewusst, auf welcher Seite sie auftauchen würden, und hatten uns auf die richtige Seite des Zuges gesetzt und sahen sie jetzt auch: Zuerst monumental das Schreckhorn, dann jene drei Berge, die keiner Schokolade als Logo dienen, die mir jedoch mindestens so gut gefallen: Eiger, Mönch und Jungfrau.
Zum Matterhorn
Schon lange war es her, seit wir zum letzten Mal das Matterhorn gesehen hatten. Deshalb liessen wir es uns letzte Woche nicht nehmen, mit dem Zug nicht nur die halbe, sondern praktisch die ganze Schweiz zu durchqueren, um nach Zermatt zu gelangen. Wie Touristen – und das waren wir ja definitiv – zog es uns zum Berg hin. Nachdem wir schon im Zug die Bergspitze gesehen hatten, folgten wir der erstbesten Strasse in jene Richtung, um ein bisschen ernüchtert festzustellen:…
Bangor
In St. Gallen kann man Highlights finden, wo man sie teilweise nicht vermuten würde: Am Samstag spazierte ich mit meiner Frau von Notkersegg entlang den drei Weihern (wunderschöne Aussicht auf die Stadt und bis zum Bodensee) nach St. Georgen. Dort, bei der Metzgerei Bechinger, eine heisse OLMA-Bratwurst kaufen (um Welten besser als die allermeisten anderen Würste). Dann das grösste Highlight für Bahn-affine Leute: Das Mühlegg-Bähnli. Bei der Bergstation besteigt man die Bahn hinten durch eine Art Lifttür, die Seilbahn rumpelt…
Adäquate Kleidung
Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren heute früh angegeben, und ich trug über meinem Poloshirt eine Hoodie-und eine Softshell-Jacke. Das reichte gut, um nicht zu kalt zu kriegen, liess mich jedoch auch nicht schwitzen. Ideale, der Temperatur angepasste Kleidung also. Am Bahnhof warteten jedoch bereits drei Geschwister – Teenager, deren Alter zu schätzen mir schwer fällt – auf den Zug. Ihre Kleidung war alles andere als adäquat (ein tolles Wort!): Das Mädchen trug wenigstens eine Art Jeanshemd und Jeans. Die…
Änderung im Personaleinsatz
Am Dienstagabend gab es im Bahnhof Stadelhofen eine Lautsprecherdurchsage zur S23 um 17:09: „Die S23 nach Winterthur steht zur Zeit in Zürich Hauptbahnhof. Grund dafür ist eine kurzfristige Änderung im Personaleinsatz.“ Was – so fragte ich mich – sollte das bedeuten? So viel ich weiss, fährt der Zug im Hauptbahnhof leer ein, verkehrt dann bis Winterthur und fährt dann leer weiter. Wieso also konnte der Lokführer nicht einfach das ganze Stück fahren? Und wieso ünerhaupt fuhr jemand den Zug in…









