Ein Fellthek
Die zwei jüngsten der fünf Kinder, die jeweils morgens zusammen am Bahnhof standen und auf den Zug warteten, sind jetzt in die Schule gekommen; das älteste Mädchen wartet nicht mehr mit. Ist sie wohl in die Sek gekommen? Oder ins Gymi? Egal. Das wird sich schon mal weisen. Der Knabe hat einen schönen Thek: Er trägt einen wunderschönen Fell-Thek. Ich hatte einen ähnlichen, nur damals in meinen Augen einen sehr viel schöneren. Den Schönsten halt. Von meiner Patin. Vielleicht bin…
Bauarbeiten zwischen HB und Grüze
Zwischen Winterthur HB und Grüze werde gebaut. So stand es im Fahrplan, und so wurde es am Bahnhof ausgerufen. Zwischen den beiden Bahnhöfen. Also irgendwo dazwischen. In der Mitte oder so. Dem aufmerksamen Beobachter fiel indes auf, wo dieses „Dazwischen“ war: Das neue Dach zwischen den Geleisen 2 und 3 am Hauptbahnhof wurde gebaut, und diese Bauarbeiten brachten den Verkehr auf Gleis 2 zum Erliegen. „Zwischen“ war also ganz, ganz nah am HB …
Kein Thurbo mehr
Als ich letzte Woche in Bülach am Bahnhof stand, fiel mir etwas auf, das ich zumindest passiv eigentlich schon länger wusste und das eigentlich ganz logisch ist: Früher fuhr ein Thurbo von Weinfelden über Winterthur und Bülach bis nach Waldshut. Seit einigen Jahren schon fährt dieser Zug jedoch nur noch von Winterthur nach Bülach. Und hier meine Erkenntnis: Die Rheinstrecke von Bülach nach Waldshut wird nach wie vor bedient. Jetzt einfach durch die SBB direkt und mit Flirt-Kompositionen. Ein solcher…
Ein neuer Zug
Regelmässig, jeden Morgen, fahre ich mit der S23 von Winterthur nach Zürich. Dieser Zug, ein eigentlicher Pendler-Zug, schaufelt morgens Arbeitskräfte und Studenten aus der Ostschweiz nach Zürich und abends wieder zurück. Mittlerweile seit Jahren besteht er aus einer Reihe blauer 1.-Generation-Doppelstockwagen mit je einer roten Re 420-Lok vorne und hinten. Gestern jedoch kam eine neue Komposition: Ein Zug der zweiten oder dritten S-Bahn-Generation. Dieser war viel kürzer als der Normale und hielt auch noch bedeutend weiter vorne; wir mussten viel…
Die Heuschrecke
Woher sie wohl gekommen war? Letzte Woche stand urplötzlich eine grosse, knallgrüne Heuschrecke auf meinem Pult. Sie verharrte dort ganz starr und schien nicht wegspringen zu wollen. Ohne Weiteres konnte ich das Fenster meines Büros öffnen und sie ins Freie bugsieren. Ich mag kein solches Getier, weder im Büro, noch auf dem Teller. Auch mit den Zürcher Heuschrecken auf dem Fussballplatz kann ich nichts anfangen: Mit den Grasshoppers …
Das Mädchen und der Bär
Im Aldi war ich wohl erst eine Handvoll Mal. Ich kenne ihn vor allem vom Vorbeifahren und vom Entsorgen von PET-Flaschen. Wenn bei Migros und Coop die Himbeeren ausverkauft sind, besuche jedoch sogar ich den Aldi. Und siehe da: Tatsächlich hatte es da welche! Wieder draussen, beim Aufschliessen des Velos, fielen mir eine Mutter und ihr kleines Mädchen auf, die ihr Auto beluden. Sichtbar war im Kofferraum ein riesiger brauner Teddybär. Was es wohl damit auf sich hatte? Konnte man…
Dach weg
Zwischen den Geleisen 2 und 3 wird in Winterthur ein neues Perrondach gebaut, das bedeutend länger ist als das bisherige. Die Passagiere können dann alle ein- und aussteigen, ohne nass zu werden. Sicherlich eine gute Sache, und sehr wahrscheinlich auch nötig. Dass man jedoch momentan auf keinen Fall trocken einsteigen kann, wenn man ins Tösstal fahren will und es regnet, ist etwas unangenehm: Das Dach wurde erst mal ganz entfernt. Wer nicht nass werden will, kann ja mit der S11…
Immer noch meine Schule
Seit Jahren war ich nicht an der KZU gewesen, der „Kantonsschule Zürcher Unterland“ oder – wie sie im Volksmund heisst – der Kanti Büüli. Wobei, doch, einmal, für eine Versammlung der Verantwortlichen für Schul-Informatik. Das zählt aber nicht: Es ist erstens auch schon wieder einige Jahre her, fand zweitens im 1. OG des Hauptgebäudes und drittens in einem Raum hinter verschlossenen Türen statt. Gestern jedenfalls war ich wieder dort, zum Treffen der Deutschschweizer Assistenzen in Naturwissenschaften, Technik und Informatik. Am…
GEWA Zell
Normalerweise finden Gewerbeausstellungen in einer Halle statt. Normalerweise. So, wie früher „normal“ war. Jetzt spricht alles von einer „neuen Normalität“, und deshalb war die diesjährige GEWA Zell wohl nicht wirklich abnormal: Zu Fuss, mit dem Velo, dem Auto oder – wie ich – per Shuttlebus bewegte man sich von einem Geschäft zum anderen. Man konnte mit den Geschäftsbesitzern plaudern oder auch über Dienstleistungen sprechen, Velos bestellen, Motorrad-Ausrüstung, Pfannen und Landhausmode kaufen. Wenn man an den richtigen Orten vorbeikam, konnte man…









