Author Archives: Peter Haslebacher

Er muss frustriert gewesen sein. Frustriert über die fremden Autos, die auf seinem Parkplatz abgestellt wurden. Frustriert auch darüber, dass er deshalb nicht oder jedenfalls momentan nicht auf seinem Parkplatz parkieren konnte. Das Schild, das den Parkplatz signalisiert, ist jedenfalls nicht in Ruhe und sauber gestaltet worden, sondern es scheint so, als habe man ein A4-Blatt genommen, die beiden Wörter „Privat“ und „Parkplatz“ sowie – wichtig! – ein Ausrufezeichen draufgekritzelt , in eine Zeigetasche gesteckt und an die hölzerne Palisade…

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Vor einem Haus an meinem Weg steht eine riesengrosse Mulde. Solche Mulden werden zur Beseitigung von Bauschutt, Mischabfällen, Grünzeug und vielen weiteren Dingen gebraucht, aber diese hier ist mir ein Rätsel. Das Haus, vor dem die Mulde steht, sieht intakt aus. Auch stehen da keine schweren Maschinen, die für einen Abriss dieses oder eines anderen Gebäudes genutzt werden könnten. Einen Hinweis könnte die Aufschrift auf der Mulde geben: „Läbesrum“. Diese Organisation macht unter anderem Umzüge und so viel ich weiss…

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Auf dem Weg zum Bahnhof komme ich jeweils an einem Parkplatz vorbei. Das wäre nichts Besonderes. An der Strasse sind einige Parkfelder eingezeichnet. Mal hat es Platz für zwei, mal für drei oder mehr Autos. Genau kann ich das nicht sagen. Dieser Parkplatz jedoch ist etwas speziell: Darauf hat genau ein Auto Platz. Was wohl der Grund dafür ist? Gab es keine Bewilligung für einen Parkplatz für mehr Autos? Gehört der Parkplatz zu den Häusern dahinter und ist es Absicht?…

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Seit wann ist es am Morgen so hell, dass die Strassenlampen nicht mehr brennen, wenn ich das Haus verlasse? Das habe ich irgendwie verpasst. So richtig bewusst wurde es mir erst gestern. Merkwürdig, dass mir das vorher nie aufgefallen ist. Ich liebe diese Jahreszeit, wenn es morgens noch kühl ist, der Tag aber um 7 Uhr schon angebrochen ist. Selbstverständlich gehört schönes Wetter auch dazu, aber das ist ein anderes Kapitel. In drei Wochen, nach Beginn der Sommerzeit, werden die…

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Es kommt vor, dass mein Wagen in der S23 am Morgen praktisch leer ist. In wenigen Abteilen sitzt überhaupt eine Person, und teilen muss man erst recht kein Abteil. Mir soll’s recht sein: Morgens bin ich gerne für mich allein und halte mich an das ungeschriebene Pendler-Gesetz, dass man morgens im Zug nicht miteinander diskutiert, und schon gar nicht lautstark. Wann der Wagen wie stark gefüllt ist, konnte ich bisher nicht eruieren. Früher, vor Corona, war er in den Semesterferien…

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Einmal mehr zeigte die Abfahrtsanzeige im Bahnhof Stadelhofen eine ganz merkwürdige Verbindung an: Die S5 von morgens um drei vor halb sechs Uhr nach Pfäffikon SZ. Wieder die selbe Tafel, wieder die selbe Verbindumg wie auch schon. Es wäre ja einigermassen verständlich gewesen, wenn das Ganze immer noch mit Klapptafeln angezeigt würde wie früher. Jetzt aber, mit den elektronischen Tafeln, ergibt das wenig Sinn. Zumal alle anderen Tafeln für dieses Gleis die korrekten Verbindungen anzeigten …

Wenn man in Winterthur aus der S26 steigt, wie ich jeweils, ist gegenüber die S23 entweder schon da, oder sie fährt gerade ein. In selteneren Fällen ist sie schon weg oder kommt schon gar nicht erst. Gestern war an letztere beide Möglichkeiten zu denken: Keine wartenden Leute auf dem Perron, kein Zug zu sehen. Wobei, doch: Weit vorne, auf Höhe der Schalterhalle etwa, war das Hinterteil einer S-Bahn zu sehen. Wieder einmal war sie verkürzt unterwegs. Mühsam. Es würde wohl…

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Es gibt Situationen, in denen der Wald sich gegen den Himmel wie mit der Schere geschnitten abhebt. Heute Morgen zum Beispiel. Der Wald war noch in tiefes Schwarz getaucht, und dahinter stand die Sonne auf. Doch noch bevor sie sich zeigte, erfüllte sie alles rundum mit einem gelb-orangen Schein. Wald schwarz, morgendliche Farben dahinter: Dass dies mit Gegenlicht etc. zu tun hat, ist mir klar. Manchmal lohnt es sich jedoch auch, einfach innezuhalten und den Moment zu geniessen …

Als ich von einem Besuch zurück und auf ziemlich direktem Weg zum Bahnhof Bülach unterwegs war, kam ich durch ein Seitengässchen, neben dem viele kleine weisse Blumen wuchsen. Wunderschön waren sie anzusehen. Ein bisschen ins Grübeln brachte mich jedoch die Bestimmung: Schneeglöckchen waren es nicht. Dafür waren sie zu rundlich, kugelig. Ich hätte mich auf Maierisli – Maiglöckchen – eingeschossen, aber meine Frau erklärte mir, dass dort mehrere Blüten übereinander am selben Stiel hängen. Was denn dann? Märzenglöckchen. Das muss…

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Heute beginnt in den Hochschulen ein neues Studiensemester. Wegen der nach wie vor herrschenden – na ja, sagen wir, etwas besonderen – Lage beginnt es nicht physisch an den Schulen selbst, sondern dort, wo es schon zuvor eine Weile stattgefunden hatte: Dezentral. Überall, wo es Internet hat. Zu Hause meist, aber möglicherweise auch bei einem Kollegen zu Hause, in „Public Workspaces“ oder ab heute wieder im Zoo bei Giraffen und Elefanten. Dort halt vielleicht etwas dicker eingepackt, weil nur im…

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