Über den Wolken
Als wir letzte Woche von Adelboden auf die Engstligenalp gefahren waren, konnten wir dort bei strahlendem Sonnenschein am Fusse von Wildstrubel und Tschingellochtighorn spazieren. Es hat da eine wunderschöne, schneebedeckte Hochebene mit einem Rundweg. Das Wetter stimmte. Der Untergrund nicht: Die milden Temperaturen und die Sonneneinstrahlung hatten den Schnee tief und brüchig gemacht. Man brauchte gefühlt doppelt so viel Energie wie bei einem „normalen“ Spaziergang, um vorwärts zu kommen. Ich will nicht klagen: Erstens hatten wir nicht pressant, und zweitens…
Die S26 am Morgen
Momentan, während des Ferienbetriebs, fahre ich später nach Zürich, ohne Umsteigen in Winterthur mit der S11. Das gibt teilweise ganz andere Begegnungen auf dem Perron und unterwegs. Was auch anders ist und mich zum Knobeln bringt, ist die S26, der ich jetzt zu Fuss um 07:33 auf meinem Weg zum Bahnhof begegne: Wo kreuze ich diesen Thurbo, wenn ich normal um 06:55 auf den Zug gehe? Dieser Zug ist um 07:32 in Rämismühle-Zell abgefahren, hat um 07:30 in Rikon eine…
Terrassen in Skigebieten
Es ist ein riesiges Politikum: Soll man in den Skigebieten erlauben, dass Restaurants bei Take-Aways ihren Gästen Sitzgelegenheiten zur Verfügung stellen? Der Bund sagt Nein. Einzelne Kantone foutieren sich um diese Weisung und öffnen die Terrassen, andere halten sich strikte daran. Als in Adelboden ein Restaurant Strohballen in den Schnee legte, auf dass die Skifahrer sich darauf hätten setzen können, wurden die Betreiber sehr schnell zum Wegräumen derselben angehalten. Handkehrum sahen wir unterwegs beim Spazieren eine ganze Menge Leute, die…
Adelboden am Morgen
So aufzustehen, war wunderbar: Von unserem Zimmer im Hotel Alpina aus hatten wir Ausblick auf den Wildstrubel, das Chuenisbergli und – na ja, die anderen Berge halt. Irgendwie kann ich mir die Gipfel nicht wirklich merken, kenne in Adelboden gerade mal die beiden und dem Namen nach noch das Tschingellochtighorn. Wobei es bei Letzterem vor allem darum geht, sich den komplizierten Namen zu merken. Einfachere Gemüter sprechen vom „Tschinggi“ … Den Blick zu den Bergen zu richten hat etwas Befreiendes,…
Frühling im Februar
Vor einer Woche waren wir am Sonntag noch über den Schnee nach Zell und übers Feld spaziert, durch eine schöne Winterlandschaft. Es war kalt, und der Winter zeigte sich von seiner besten Seite. Dann waren wir ein paar Tage weg, in den Bergen. Am Freitag, zurück im Unterland, war die Gegend total verändert: Schnee nur noch dort, wo er zusammengeschoben worden war. Zwischendurch bereits einzelne Schneeglöckchen auf den Wiesen. So warm, dass kein Bedarf für Jacken war. Laut dem Radio…
„Abwarten eines anderen Zuges“
Über den Lautsprecher wurde uns gestern Morgen in Sennhof-Kyburg mitgeteilt, dass wir einen anderen Zug abwarten müssten und sich unsere Weiterfahrt deshalb um einige Minuten verzögere. Auch auf den Displays wurde dies angezeigt. Die Strecke ist über weite Strecke eingleisig, und normalerweise steht die S11 nach Wila da am (zweigleisigen) Bahnhof. Dies tat sie jedoch gestern nicht. Stattdessen zeigte die Anzeige am Bahnhof das Offensichtliche an: Dieser Zug fiel aus. Wir warteten also minutenlang auf einen ausgefallenen Zug …
Ein cooler Winter
Heuer sei ein cooler Winter, hätten sie heute Morgen im Radio erzählt, berichtete meime Frau mir. Dies, weil es immer wieder bis ins Flachland schneie. So auch heute wieder. Ich geniesse die weissen Landschaften wirklich auch, so lange ich nicht durch den Schnee stapfen und pünktlich irgendwo sein muss. Laut Wetterbericht fällt die Mindesttemparatur morgen oder übermorgen auf zweistellige Minustemperaturen, und es wird den ganzen Tag nicht wärmer als 0°C. DAS ist wirklich cool!
„Mehrmals täglich gereingt“
An unserem Bahnhof steht ein Billettautomat mit grossem Touchscreen. Eine gute Sache, kann der Bildschirm doch von der SBB nach Gutdünken angepasst und auf verschiedene Situationen eingestellt werdem. Hingegen birgt eine solche Oberfläche auch die Gefahr, eine Bakterien- und Virenschleuder zu sein: Person mit vervirten Händen berührt den Screen, nächste Person nimmt den Virus mit den Fingern auf. Genau deshalb wird das Display regelmässig gereinigt. Dies ist denn auch zu lesen auf einem Kleber, der dort letzthin aufgeklebt war: „Diese…
Schlange vor der Migros
Es ging eine ganze Weile, bis ich merkte, was da piepste. Ich war im Migros beim Self-Choeckout gestrandet, weil der Kontaktlos-Sensor meine Postcard abwies. Das Gerät verlangte, dass ich die Karte in den Leser stiesse. Dies unterstrich es – so hatte ich das Gefühl – mit einem lauten Piepsen. Als sich das Piepsen immer wieder wiederholte, auch ohne dass ich meine Karte an ein falsches Ort gehalten hätte, wurde mir bewusst, dass dieses Signal von sonst irgendwo her kommen musste.…









