Perlenhochzeit (2)
Zwei Nächte verbrachten wir im Hotel Lilienberg oberhalb Ermatingen. Wir genossen das sagenhaft reichhaltige und vorzügliche Zmorge-Buffet, assen einmal auch am Abend im Hotel und bewunderten die wunderschöne Anlage mit perfekt geschnittenem Rasen, Plattenweg mitsamt kleiner Brücke durch eine künstlich angelegte „Wildnis“ sowie mit sauber gepflegten Stützmauern.
Arenenberg – früher Sitz Napoleons III. und heute Landwirtschafts-Ausbildungszentrum -, war nur einen Spaziergang entfernt. Auch dort: alles sehr gepflegt, wunderschön.
Abends ging die Sonne unter und malte wunderschöne Rot-, Orange- und Gelbtöne an den Horizont, die erst immer intensiver und dann dunkler wurden, um langsam zu verblassen.
Wir kommen wieder!
Perlenhochzeit (1)
Das vergangene Wochenende verlängerten wir aus aktuellem Anlass um zwei Tage: Meine Frau und ich feierten gestern Perlenhochzeit. Am Untersee genossen wir bei strahlendem Sonnenschein ein paar Tage der Auszeit. Wie sich in den nächsten Posts im Laufe der Woche noch zeigen wird, tat uns dies sehr gut: Mal auszuklinken und sich gemeinsam zu erholen, ist zwischendurch das einzig Richtige.
Zu Beginn und zum Abschluss unserer Reise erlebten wir Bahnreisen, die – gelinde gesagt – etwas „speziell“ waren:
Der IC8 von Winterthur nach Romanshorn war eine S-Bahn-Doppelstock-Komposition der ersten Generation (die mit der blauen Lok). Der Lautsprecher-Durchsage in Winterthur entsprach der Zug durchaus: Geänderte Formation, kein Speisewagen und kein Familienwagen.
Auf der Seelinie zwischen Romanshorn und Arbon hatten wir es gestern auf dem Rückweg hingegen mit einem speziellen Thurbo zu tun: Einer der Züge mit hölzernem Interieur nahm uns mit.
Welche schönen Dinge dazwischen geschahen, werde ich morgen erzählen.
Nur nicht zu ungeduldig …
Tiere vor der Linse (5)
Am Sonntagnachmittag montierte ich wieder das grosse Objektiv an der Kamera und spazierte in Richtung Naturschutzgebiet. Dort würde es hoffentlich schöne Sujets geben, die sich einfangen liessen. Vögel zum Beispiel.
Tatsächlich tönte es von überall her: Von gefühlt jedem Baumwipfel pfiff und sang irgendein Vogel. Einzig sehen tat man keinen davon. Einen Vogel sah ich jedoch auf dem Himmerich-Weiher – einem künstlichen Weiher, angelegt wie ich glaube zu Zeiten der Industrialisierung – herumschwimmen. Ein Taucherli, ein Blesshuhn also, drehte gemütlich seine Runden. Zwischendurch tauchte es mal unter und gleich darauf wieder auf, um kurz darauf wieder gemütlich weiterzuschwimmen.
Ein friedlicher Anblick!
Tiere vor der Linse (3)
In der ganzen Zeit, während der ich bei den Ziegen verbrachte – etwa eine halbe Stunde – standen zwei davon still auf einem Schachtdeckel und liessen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Es schien so, als genössen sie das Bad in der erst grad aufgegangenen Sonne und behielten gerne den Überblick. Jedenfalls standen sie am Platz mit der besten Übersicht über das Gelände.
Zwischendurch liessen sie sich kurz ablenken durch meine Nähe, aber zu viel mehr als zu einem gelangweilten, beinahe missbilligenden Blick liessen sie sich nicht hinreissen.
Wie lange sie wohl noch da stehen blieben?
Tiere vor der Linse (2)
Wer schon länger mitliest, weiss: Wir wohnen auf dem Gelände eines Alterszentrums mit Alters- und Pflegeheim, Alterswohnungen und Hotellerie. Zudem gibt es auch einige Wohnungen für Familien und „Nicht-Alte“ wie uns.
Zudem – und dafür kommen die Leute zum Teil von weither – gibt es zwei Spielplätze, sechs Alpacas, eine Handvoll Ziegen, Minipigs und Kaninchen.
Am Sonntag machte ich mich relativ früh auf den Weg, um die kleinen Zicklein zu fotografieren, die in den letzten Wochen geboren worden waren. Später am Tag wäre das Licht schlechter, und auch wäre der Teil des Ziegengeheges, wo man sie gut fotografieren konnte, überrannt von einer Vielzahl kleiner Kinder.
Das kleinere der Zicklein schien noch zu schlafen. Das andere jedoch posierte tatsächlich freiwillig im Streiflicht – nicht ganz still zwar und auch zum Teil etwas verwirrt zwischen den grossen Ziegen hin- und hergeschubst, aber doch immer wieder auch ganz ruhig.
Auch dies: ein prächtiges Sujet.
Ausfall der Durchsage
Gestern Abend, auf der Heimfahrt mit der S11, durchschnitt plötzlich, kurz vor Winterhur Seen, eine Stimme die gewohnte relative Stille: Der Lokführer meldete sich zu Wort.
Er erklärte uns Passagieren, dass wohl die automatischen Durchsagen ausgefallen seien. Deshalb mache er uns darauf aufmerksam, dass in Seen der hintere Zugsteil stehen bliebe und alle, die weiterfahren wollten, doch bitte kontrollieren sollten, ob sie sich wirklich im vordersten Zugsteil befänden. Zur Sicherheit lasse er während des Abkupplungsvorgangs die Türen geöffnet, auf dass man zur Kontrolle auch schnell aus- und wieder einsteigen könne.
Verschiedenste Leute standen auf und begaben sich hastig in Richtung Ausgang, um eben dies zu kontrollieren.
Als ob wir in Zürich oder Winterthur im vordersten Teil des Zuges eingestiegen wären und dann unterwegs weiter nach hinten teleportiert worden wären …
Später unterwegs
Eigentlich lag es auf der Hand: Am Montagabend hatte es in meinem Zug ab Winterthur viel weniger Leute als normal. Dies ergab sich schlicht aus der Tatsache, dasd ich knapp zwei Stunden später dran war als normal.
Mein Thurbo-Fünferabteil teilte ich mit einem einzigen Mann, und auch sonst war der Zug nur zu etwa einem Drittel besetzt. Null Dichtestress.
Mein Lieblings-Abteil, das Dreierabteil beim Führerstand, es war auch schon besetzt, leider.
Zu einem Drittel …
Reboot Loop
Man kennt sie: die Screens, die in der S-Bahn die nächsten Haltestellen und das Ziel des Zuges anzeigen. In jedem Wagen existieren sie mehrmals: oben vorne und hinten, sowie unten, bei den Eingängen.
Dass es sich nicht einfach um Screens handelt, die von einem Computer gesteuert werden, habe ich bereits mal herausgefunden. Stattdessen sind sie jeweils mit einem Linux-Computer verbunden, der offenbar nichts anderes tut, als einige Scripts ablaufen zu lassen und schliesslich die richtigen Webinhalte darzustellen.
Woher ich das alles weiss? In meinem Wagen ist gestern zum zweiten Mal innert zwei Tagen – beziehungsweise halt immer noch seit vorgestern – einer der Screens in einem Loop gefangen. Er erkannte die „normale“ Startpartition nicht, startete stattdessen über eine zweite Partition, eine „Recovery Partition“. Dort liefen verschiedene Scripts ab. Es schien danach fast so, als gelänge nun der Start. Das Ganze begann nach etwa dreissig Sekunden jedoch jeweils von vorn.
Da war dann wohl nichts mehr zu machen …









