Author Archives: Peter Haslebacher

Nachdem wir voriges Wochenende die Sonne nur so knapp erahnt, beziehungsweise aus dem Zug gesehen hatten, wollten wir sie diesen Sonntag wirklich erleben. Auch diesmal war das Mittelland im Nebel, aber in der Höhe war Sonne vorhergesagt.
So fuhren wir also nach kurzem Werweissen in die Lenzerheide. Die Anzahl der Leute, die die selbe Idee gehabt hatten, war gross, aber überschaubar. Die Anzahl jener Leute, die die kleine Runde um den Heidsee rum machten, war noch überschaubarer. Im Eichhörnchenwald war die Eichhörnchen-Population überdurchschnittlich – aber durchaus – wären sie nicht so flink herumgewuselt und deshalb teilweise nicht voneinander zu unterscheiden gewesen – ebenfalls überschaubar.
Die Hunde hingegen, sie waren kaum zu übersehen: Jedesmal, wenn ein solcher auftauchte, nahmen die Eichhörnchen Reissaus.
Zum Glück nur kurz, um dann gleich zurückzukommen …

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Am Mittwoch war ich abends in Zürich unterwegs. Jetzt, im Winterhalbjahr, gerade auch seit der Umstellung auf Normalzeit, wird es früh dunkel, und so konnte ich mit meinem iPhone von der Quai- und der Rudolf-Brun-Brücke aus herrliche Nachtaufnahmen schiessen.
Die klassischen Motive, die zu Hunderttausenden durch Touristen aus aller Welt aufgenommen werden. Einfach halt in der Nacht.
Von der Quaibrücke ganz klar zu erkennen war der Katharinenturm, ein provisorischer zweiter Turm beim Fraumünster, der an die Übergabe dieses Klosters an die Stadt Zürich vor 500 Jahren erinnern soll. Speziell, weil ungewohnt.
Gerade abends findet man tatsächlich auch in Zürich schöne Sujets, die so, wie sie sind, eine gewisse Ruhe ausströmen. Auch auf der Quaibrücke.
Wo im Rücken des Fotografen Trams fahren und sich auf vier Spuren Autos wälzen …

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Morgens fahre ich jeweils mit der S11 nach Zürich. Für diese Verbindung habe ich auf der SBB-App eine Art „Alarm“ eingerichtet, der mir Verspätungen und Zugsausfälle melden soll. Wobei: So richtig funktionieren tut der Alarm nicht. Gestern zum Beispiel war ich schon lange unterwegs, als zwei Minuten vor der regulären Abfahrtszeit die Meldung reinkam, meine S11 verkehre mit einer Verspätung von 3 Minuten.
Unser Bahnhof ist halt erst der dritte auf der Strecke, und da sind Verspätungen offenbar nicht früher vorhersehbar.
Wobei diese ja mittlerweile zur Tagesordnung gehören, wie sich gerade heute wieder gezeigt hat – ohne Alarm …

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… de Zug fahrt uf Walliselle …“ Ungefähr so lief es letzten Freitag: Statt wie üblich von Winterthur nach Zürich auf der Strecke über Dietlikon, Stettbach und Stadelhofen zu fahren, bog unsere S11 letzten Freitag vor Einfahrt in den Tunnel bei Stettbach nach Wallisellen ab. „Störung an der Bahnanlage“. Wer nach Stettbach wollte, konnte in Wallisellen ins Tram umsteigen, die anderen blieben sitzen bis Zürich HB.
Es folgte das in einem solchen Fall Übliche: Umsteigen in den Bus 31, fahren bis Sprecherstrasse, kurzer Spaziergang zur Schule. Eine Einbusse von ungefähr einer halben Stunde. Einigermassen im Rahmen.
Es wäre mir jedoch nach wie vor lieber, nur „d Chatz gieng uf Walliselle“ …

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Der Nebel hing gestern hartnäckig über dem Mittelland. Darüber zu kommen, wäre wohl nicht so einfach, zumal wir erst nach dem Mittag in Winterthur abzufahren gedachten.
Der Üetliberg war im Nebel, der Schauenberg abgesehen davon auch. Das Emmental wäre nebelfrei gewesen – aber bei Tageslicht unerreichbar. Das Appenzellerland sah auf der Nebelkarte zumindest teilweise nebelfrei aus. Auf der Webcam zum Beispiel gerade auch die Hauptgasse in Appenzell. Auf ins Appenzellerland!
In Urnäsch drückte die Sonne durch, also raus aus dem Zug. Zuerst gings ins Bistro im alten Postlokal. Dieses ist angesiedelt im “Besucherzentrum 9107 für Handwerk und Kunst“ – worüber ich bereits im Frühling geschrieben habe.
Ein feiner Z‘Vieri, eine schöne Begegnung mit Personen aus der Vergangenheit, dann weiter über Appenzell, Gais und St. Gallen nach Hause.
Die Sonne sahen wir in Appenzell beim Umsteigen, den Säntis in Gais aus dem Zug. Aber der Zwischenhalt in Urnäsch hatte sich definitiv auch gelohnt …

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Bei meiner Arbeitsstelle gab es eine Büro-Rochade. Diese ist nicht gerade klein, und mehrere Leute mussten ihr Büro wechseln.
So auch mein Bürokollege und ich: Wir sind nicht mehr im 4. Obergeschoss hinten raus, sondern im 2. Obergeschoss auf die andere Seite. Statt Ausblick auf Sportplatz, Strasse und Spitäler mit Helikopterlandeplätze sehen wir nun über die Dächer unserer Schule hinweg auf die Stadt, den Üetliberg und mit einigen Verrenkungen auf die Glarner Alpen. Das Bellevue ist auch da unten. Schöne Aussichten halt.
Wenn der Nebel uns nicht umfängt …

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Auf dem Areal des Zentrums Rämismühle hat es nicht nur ein Alters- und Pflegeheim, Alterswohnungen und „normale“ Wohnungen für alle. Es hat da ebenso Gehege für Alpacas, Minipigs, Ziegen und Kaninchen. Und – ganz zentral – einen grossen Spielplatz.
Nebst genügend Parkplätzen für den motorisierten Verkehr sind auch Velo-Parkplätze ausgeschildert. An schönen Wochenenden parkieren da immer einige Familien, die die Tiere bestaunen oder den Spielplatz geniessen möchten. Am letzten Sonntagabend jedoch, da war ein kleines Kinder-Fahrrad mit Stützrädern ganz alleine zurückgeblieben.
Wie war der Velo-Besitzer wohl nach Hause gelangt?

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Heute Morgen, als wir aufstanden, war es erst mal dunkel; man sah weder Himmel noch Nebel. Als ich jedoch später aus dem Haus ging, sah ich ganz klar die momentan sehr dünne Mondsichel, die Häuser und Bäume ringsumher. Es war ganz klar: Kein Nebel bei uns.
Nach etwa 50 Metern meines Wegs taucht die Strasse unter Hauptstrasse und Bahnlinie hindurch. Genau diese 50 Meter, die Unterführung und die Kurve um einen Ausläufer des Schauenbergs rum – und vielleicht auch die zunehmende Nähe zur Töss -, bewirkten jedoch, dass der Nebel auftauchte: Alles war feucht, die Sicht in die Ferne war stark eingeschränkt, Lichtquellen sonderten ihr Licht nur sehr diffus ab.
Zumindest morgens war auf dieser Seite der Unterführung definitiv der Herbst eingekehrt.

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Gestern ging die Sommerzeit zu Ende. Wie im Herbst die Gartenstühle zurück gestellt, versorgt werden, wurden auch die Zeiger zurückgestellt.
Einmal mehr ging dieses künstliche Gebilde, das jedem körperlichen Gefühl entgegen steht, zu Ende. Ich konnte heute Morgen bei Tagesanbruch zum Bahnhof spazieren und nicht gefühlt durch die Nacht stapfen. Wenn ich aus dem Zug nach draussen schaue, sehe ich schon vor Winterthur, wie der Tag erwacht, mit Nebelschwaden, die über Wiesen und Feldern wabern.
Diese Zeit ist ja nicht nur einfach die Zeit, die im Winter vorkommt und deshalb Winterzeit heisst. Das trifft die Wirklichkeit nicht.
Jetzt ist die Normalzeit.

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Mag sein, dass ich mich wiederhole: Ein Telefon, auch eines dieser modernen (smarten) Dinger, bietet die Möglichkeit, damit zu telefonieren, indem man es ans Ohr hält. Bei ebendiesen gescheiten Dingern kann man sogar Kopfhörer einstecken oder mit Bluetooth (einer nicht mehr ganz so neuen Technologie) verbinden. Dies nur so.
Einige Leute können dies offenbar nicht begreifen oder haben noch nie davon gehört. So auch der Mann, der am letzten Samstag im Thurbo einige Abteile weit entfernt sass und sich lautstark mit einer anderen Männerstimme unterhielt, dabei mit seinem Gescheit-Telefon wie wild im Zeug rumfuchtelte und so den ganzen Zug unterhielt.
Etwas anstrengend …

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