Elephant Parade
“Swiss Edition 2024“ war der Untertitel bei der Spezialausstellung „Elephant Parade“ an der OLMA. Rund um die und im Vorraum der Kantonalbank-Halle standen künstlerisch bemalte Elefanten, jeder etwa 1.50 Meter hoch. Diese Elefantenparade wird – so stand zu lesen – auch an verschiedenen anderen Orten in der Schweiz noch ausgestellt werden. Die Parade zieht also nach der OLMA weiter.
Am besten gefallen hat mir unter all den vielen der Elefant mit dem Namen „The Journey“. Er ist im Scherenschnitt-Stil designt und zeigt laut der Website „elephantparade.com“ die Geschichte, als die Familie Knie 1920 die ersten Elefanten in die Schweiz brachte.
Eine gelungene Kombination der Erzählung mit dem typisch schweizerischen Scherenschnitt-Handwerk!
Ausflug nach Thun
Von Eggiwil, wo wir vergangenes Wochenende ein paar freie Tage genossen, zog es uns am Samstag nach Thun. Diese Stadt birgt bei mir teils schöne, teils durchzogene Erinnerungen. Durchzogen, weil meine RS vor gut 33 Jahren – nun ja – nicht immer ganz locker, flockig, aber dennoch auch irgendwie eine wertvolle Erfahrung war. Schön jedoch von einigen privaten Ausflügen (inklusive des Besuchs eines militärischen Anlasses vor rund 10 Jahren).
Ich liebe die Gässchen, die Winkel, aber auch den See. Ich liebe die Aare, die Aussicht auf Niesen und Stockhorn. Ich liebe die Schleusen, Eiger, Mönch und Jungfrau. Aber ganz besonders liebe ich die DS „Blümlisalp“, den Raddampfer, der während der Sommersaison den Thunersee durchpflügt.
Darauf will ich mal fahren, den Berner Alpen entgegen!
Bratwurst mit Senf
Es gibt die ewige Rangelei um den Senf zur Bratwurst: In St. Gallen isst man sie ohne, in anderen Teilen der Schweiz mit Senf. Wenn eine Bratwurst jedoch – da teile ich die Meinung der St. Galler – gut schmeckt und richtig heiss ist, braucht es dafür keinen Senf. Und wenn es Senf braucht, damit sie schmeckt, dann ist es sicher keine St. Galler Bratwurst, die ihren Namen verdient hat.
Vorgestern waren wir an der OLMA in St. Gallen. Da gibt es ein gutes Dutzend Bratwurst-Stände. Überall selbstverständlich ohne Senf, obwohl für die Auswärtigen hinter der Theke auch noch irgendwo ein Tübchen bereitläge.
Das grösste Sakrileg jedoch begeht „Kalte Lust“: Der kleine Glacé-Produzent aus Olten verkauft an seinem OLMA-Stand nebst vielen anderen – sehr gelungenen – Sorten auch die Glacé-Sorte „Bratwurst mit Senf“.
Kein wirklicher Gaumenschmaus, ich hab‘s probiert …
In der Heimat (2)
Während vieler Jahre war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Lützelflüh, meinem Heimatort, Albert Bitzius als Pfarrer angestellt. Dieser war recht streitbar, aber wohl auch recht leutselig. Während seiner Zeit im Pfarramt hatte die Familie Bitzius jedes Jahr zwischen 250 und gut 500 Besucher – total über 5000 Besuche von 440 verschiedenen Personen.
Ganz nebenbei schrieb Pfarrer Bitzius auch noch einige Kalenderblätter und Bücher – Erzählungen und Romane, in denen er unter anderem auch auf die Missstände im damaligen bäuerlichen Leben hinwies; unter anderem „Geld und Geist“, „Annebäbi Jowäger“, „Ueli der Knecht“ und „Ueli der Pächter“. Dies alles unter dem Pseudonym Jeremias Gotthelf.
Wir besuchten Gotthelfs Kirche, Gotthelfs Grab, den Gotthelf-Brunnen mit der Figur Uelis des Knechts, sowie das Gotthelf-Zentrum – das Museum zu Leben und Werk von Jeremias Gotthelf.
In den gesammelten Werken, in der Novelle „Die schwarze Spinne“, eine kurze Textstelle, einen Namen sogar, zu finden, erwies sich als ziemlich schwierig. Meine Frau fand die Stelle schliesslich ziemlich am Schluss der Novelle:
„… einen weisen Mann, der zu Haslebach gewohnt …“
In der Heimat (1)
Letzte Woche verbrachten wir einige Tage im Emmental. Unser Hotel war der Hirschen in Eggiwil; mit Bus und Zug konnten wir auch von diesem sehr abgelegenen Fleck in relativ kurzer Zeit an andere Orte – zum Beispiel im Emmental – reisen.
Zum Beispiel nach Lützelflüh. Dieser Ort, ein rechtes Stück weit die Emme runter, liegt – wenn es denn ein solches gibt – wohl etwa im mittleren Emmental. Für mich ist vor allem wichtig: Lützelflüh ist mein Heimatort. Hier komme ich her – beziehungsweise hier haben meine Urahnen einst gewohnt. Und weil in der Schweiz ebendieser Heimatort im Pass und in der ID steht, ergibt sich diese Verbundenheit quasi von selbst.
Ich weiss nicht, ob die Einwohner von Lützelflüh wissen, an welch schönem Fleck Erde sie leben. Wenn man durch das Dorf spaziert und auch einen Blick ausserhalb des Dorfkerns wirft, erkennt man einiges von dieser Schönheit.
Ich liebe die Emmentaler Bauernhäuser!
Leere Plätze
Wann war es zuletzt vorgekommen, dass es in meinem Zug morgens bedeutend mehr leere als besetzte Plätze hatte? Heute war jedenfalls wieder mal so ein Tag: Ich konnte auslesen, wo ich sitzen wollte.
Ich gebe zu, dass ich die Punkte kenne, die für diesen Umstand verantwortlich sind:
– Ich war mit der S26 um 07:25 unterwegs, statt mit der S11 um 06:43.
– Im Kanton Zürich haben die Herbstferien begonnen, und Schüler und Lehrlinge (und die weiblichen Pendants dazu) sind nicht unterwegs.
Schön für sie … und für mich!
RAM 1500
Monströs, riesig oder einfach „gross“: Welches Adjektiv trifft auf dieses Auto wohl am ehesten zu? Das muss so ein Pick-up sein, wie man sie in US-amerikanischen Filmen sieht. Laut Definition handelt es sich dabei um einen „kleineren Lieferwagen mit Pritsche“. Aber eben: Definiere „kleiner“.
Dass man so einen Wagen toll finden kann, mit all den verchromten Teilen und der breiten Schnauze, kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen, obwohl ich nicht denke, dass es in der Schweiz irgendeinen vernünftigen Verwendungszweck für ein solches Monstrum gibt.
Aber die Strasse ist ja sogar für grosse Lastwagen genügend breit …
Als Tourist in Zürich
Während der Rad-WM waren in Zürich verschiedene Strassen entweder ganz oder zumindest für den Tramverkehr gesperrt. An verschiedenen Orten gab es offizielle Fanzonen – die meisten gratis; jene bei der Zieleinfahrt, auf dem Sechseläutenplatz, kostete je nach Wochentag – sagen wir mal – viel.
Die Fanzone beim Bürkliplatz, bei der ich unter der Woche gegen Abend unterwegs war, bestand grosso modo aus Food-Ständen, einem Merch-Wagen und einem grossen Screen. Langweilig halt.
Der Weg dorthin überzeugte jedoch auf der Quaibrücke mit einer wunderschönen Aussicht auf die Limmat und die Altstadtkirchen.
Schon nur wegen dieser Aussicht hatte sich der Weg gelohnt …
Ein spezieller Zug
Letzthin sah ich beim Bahnhof Winterthur einen Zug. Das ist ja eigentlich nichts Spezielles, denn Züge sind das, was man an einem Bahnhof am ehesten erwartet. Dieser Zug jedoch, er war anders. Anders als die anderen Züge, die ich kenne. Einstöckig wie ein Schnellzug, kurz wie ein Regionalzug. Er gehört – so ist er bezeichnet – der SBB und wird von Stadler Rail hergestellt. Das Interieur indes, es wirkte unfertig.
War das am Ende einer der neuen Thurbos?









