Schnee im Frühling
Mitten im März tanzen Schneeflocken durch die Luft. Dass dieses Szenario in den Bergen immer wieder mal vorkommt, ist quasi normal. Wir jedoch wohnen auf etwa 530 Metern über Meer. Im Flachland also. Dass wir nicht mit einer Rückkehr des Winters gerechnet haben und froh sind, wenn es wieder milder wird, sieht man an der Balkonbepflanzung meiner Frau. Schön, nicht?
Im Zoo (5)
Canis Lupus Chanco, so lautet die lateinische Bezeichnung eines sehr lohnenswerten Sujets im Zoo Zürich. Zu Deutsch: Mongolischer Wolf. Ein Rudel davon lebt in einem eigenen Gehege – wenn es nicht grad „Ausgang“ hat und das Tigergehege erkunden darf. Dies war jedoch nicht der Fall, als ich da war. Vielmehr streiften sie am Morgen in ihrem eigenen Revier umher und waren aktiv. Einen der Wôlfe erwischte ich wunderbar von der Neben-Beobachtungsstation aus, als er auf einer Kuppe innehielt. Das Resultat…
Total ausgebrannt
Wie irr muss man sein? Wer zündet einen Abfallkübel an oder sprengt ihn gar? Mein Verständnis dafür ist gleich null. Das ist purer Vandalismus – wohl geleitet durch Alkohol, Drogen und negative Gruppendynamik. Beim Anblick eines solchermassen zerstörten Kübels wie dieses Exemplar oberhalb des Bahnhofs Stadelhofen kann einem wirklich der Gedanke kommen, wie tief man wohl noch sinken kann. Wobei – wenigstens hat hier keine Person Schaden genommen. Und das Wichtigste ist: Es ist der kleinste Teil der Leute, der…
Alpaufzug im Korridor
Einige Künstler malen Alpaufzüge in Tunnels oder häufiger auf Leinwand, Papier oder Holz. Einige jedoch drücken sich anders aus: Sie schnitzen die Figuren, sodass man einen ganzen Alpaufzug zusammenstellen kann. Diese Senntumsschnitzerei hat scheints ebenfalls eine lange Tradition. Alt-Bundesrat Hans-Rudolf „Bü-bü-bündnerfleisch“ Merz hat gleich mehrere solcher hölzerner Alpaufzüge. Wir haben einen davon, und das ist gut so. Hinter sehr vielen der Figuren und Kühe steckt eine Geschichte; einzelne Gruppen, Kühe und auch den Lediwagen haben wir geschenkt erhalten. Der Appenzeller…
Wolkentürme
Cumulus-Wolken sind herrlich: Riesengross, vom Aussehen her weich, fast flauschig. Sie sehen aus, als ob man sich darin herumwälzen könnte. Gestern Abend sahen wir ein ganz besonders schönes Exemplar: Die aufgetürmten Wolken wurden von der tief stehenden, bald untergehenden Sonne angeschienen. So sahen wir den Sonnenuntergang sozusagen auf die Wolke gemalt. Wunderschön!
Auf die Perspektive kommt es an
In der ungefähren Richtung des Weges zum Bahnhof sieht man von unserem Balkon aus den oberen Teil eines Hauses mit knallgelben Storen. Auch zu Beginn des Wegs, über Strasse und Bahntrassee hinweg, sieht man ihn noch. Anschliessend verschwindet das Haus, und es blieb uns eine Weile lang rätselhaft, wo genau es sich denn nun befindet. Erst beim genaueren Hinsehen bemerkte ich, dass genau diese Stirnseite während weniger Meter des Weges nach der Unterführung sichtbar ist: Vom Moment an, wenn sie…
Home Office
Wenn man an einer Schule unter Anderem für den Informatik-Support angestellt ist, arbeitet man zwangsläufig dort. Wenn jedoch die Leute, die Support benötigen, zu Hause arbeiten, bietet es sich an, mindestens teilweise auch von zu Hause aus zu arbeiten. Videokonferenzen, Fernwartumg und Telefonsupport brauchen eine schnelle Internetverbindung und gute Mobilfunkabdeckung. Beides habe ich auch zu Hause. Konzentriertes Arbeiten ist im Home Office gut möglich; Unterbrüche kann man mehr oder weniger steuern und muss nicht im selben Mass als „Feuerwehr“ tätig…
„Jetzt braucht es jede und jeden!“
Treffender hätte die Gratiszeitung den Appell des Bundesrates nicht zusammenfassen können. Genau darum geht es nämlich, wenn die Corona-Seuche eingedämmt werden soll. Obschon: Die Massnahmen sind sehr drastisch. Praktisch das ganze soziale Leben kommt zum Erliegen, kaum alle Kleinbetriebe, die jetzt von Amtes wegen geschlossen sind, werden dies wohlbehalten überstehen. Ich hoffe dennoch, dass dieser „Lockdown“ etwas bringt und dass die Leute einsichtig sind. #flattenthecurve
Die Morgenstimmung
Morgenrot war es nicht, was wir aus dem Fenster sahen. Vielleicht hatte ich dieses auch verpasst. Nichtsdestotrotz war der Anblick der Berge, die sich da präsentierten: wunderschön. Die Sonne, die die dunklen Wolken anstrahlte: bezaubernd. Meine Kamera, obschon Spiegelreflex mit hochwertigem Objektiv, war nicht im Stand, die Wirklichkeit hier auch nur annähernd richtig abzubilden. Mit sorgsamer Bearbeitung konnte ich diese jedoch herausschälen. Jetzt trifft die Foto die Wirklichkeit gut. Aber was schreibe ich. Die Foto spricht für sich.
Der Bock und die sechs Geisslein
Wir haben sechs neue Mitbewohner auf dem Zentrums-Gelände. Sechs kleine Geisslein wurden vor ein paar Wochen geboren. Sie bevölkern nun die Ziegenanlage, zusammen mit ihren Müttern und anderen erwachsenen Ziegen, älteren Geschwistern und dem Bock. Dieser lässt sie schön in Ruhe, trottet etwas umher und wirkt im Allgemeinen recht friedlich. Die Zicklein lockten am Sonntag – bei uns im Tösstal schien den ganzen Tag die Sonne – scharenweise Familien mit Kindern an. Diese staunten, versuchten sie durch den Zaun hindurch…









