Category Archives: Unterwegs

Einige Leute kraxeln gerne in den Bergen rum oder lieben es zumindest, wenn sie bergauf und beegab wandern können. Letzterem bin ich zwar auch nicht vollends abgeneigt, aber mehr oder weniger in der Fläche unterwegs zu sein – einfach am Sonntagnachmittag – ist auch sehr schön. Ein Sonntagsspaziergang halt. Das Tösstal bietet dazu gute Gelegenheiten: Wir sind zum Beispiel letzten Sonntag von Bauma nach Saland spaziert. Kein schwieriger Weg; die einzigen Hindernisse waren zwei Schwemmstege, die es zu überwinden galt.…

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Am Morgen im Zug hat meine Brille einen genau definierten Standort. Beziehungsweise Hängeort: Sie muss vorne an meinem T-Shirt- oder Poloshirt-Kragen hängen. Dies, weil sonst mein Atem, der von der Maske nach oben abgelenkt wird, sie beschlagen lässt. Auch wenn ich draussen mit Maske unterwegs bin, kann es vorkommen, dass meine Brille beschlägt und ich sie nur schwerlich trocknen kann. In solchen Situationen gilt dann, ob ohne oder mit Brille: Entweder ich sehe nichts, oder ich sehe gar nichts …

Es musste ein Tösstaler Thurbo sein, also einer, der durchs Tösstal fährt. Anders hätte ich mir das Graffitti (Gibt es dafür eine Einzahl-Form? Graffitto vielleicht?) nicht erklären können. Es musste sich um Bahnhofsnamen handeln: Ein grosses „T“ für Turbenthal, dann „RZ“ für Rämismühle-Zell – verbunden mit dem Wappentier, der Schnecke. Dann jedoch ging es nicht mehr auf. „D“ und „V“ passen irgendwie zu gar nichts im Tösstal. Vielleicht am ehesten noch Dettenried – ein Weiler oberhalb Rikon – und „VVinterthur“.…

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Letzte Woche sassen – und ich muss zugeben, es nervte mich – zwei junge Frauen nebeneinander im Zug. Sie besetzten ein ganzes Abteil für sich und hielten sich an keine Regeln: Nicht nur, dass die eine von beiden mit dem Fuss auf der Armlehne gegenüber allen klar machte, dass dieses Abteil voll sei. Nein, es war sogar wirklich voll, mit all den Taschen, die sie vis-à-vis von sich im Abteil deponiert hatten. Dass sie die Masken nicht richtig trugen, so…

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Die Zeit, in der man draussen auf dem Sitzplatz oder dem Balkon sitzt und die Sonne geniesst, ist für dieses Jahr wohl endgültig vorbei. Die Balkonmöbel werden verräumt, die nicht winterharten mehrjährigen Pflanzen sollten schon lange dick eingepackt sein. Jemand auf meinem Weg zum Bahnhof hat die Gelegenheit genutzt und die Gartenstühle zur Abfuhr bereitgestellt. Nun ja: Die Schönsten sind es nicht …

Bei Baustellen, zumal bei Grossbaustellen, müssen immer wieder Strecken, Höhen und Winkel ausgemessen werden. Dafür braucht es spezielle, teure Instrumente und Apparaturen. Normalerweise sind diese Geräte mobil und werden dort aufgestellt, wo sie gerade gebraucht werden. Nicht so bei der Baustelle beim Bahnhof Winterthur: Dort ist ein Instrument – ein Theodolit – fix auf einem Pfahl montiert und mit einem kleinen Dach versehen. An einem Sonntag letzthin konnten wir ihn direkt, aus nächster Nähe, aus dem Zug hinaus begutachten. Was…

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Offenbar steht am Bahnhof Stadelhofen die Zeit still: Auf Gleis 3, so verkündet die Anzeigetafel, werde als nächster Zug die S15 nach Rapperswil fahren, die S15 um 13:42. Grundsätzlich wäre das bis vor ein paar Jahren zumindest absolut einfach zu erklären gewesen: Früher klapperten mechanische Anzeigen lautstark, um dann den nächsten Zug anzuzeigen. Dabei kam es vor, dass ein Teil hängen blieb und etwas verklemmt wurde. Jetzt aber, in Zeiten der Computer-Anzeigen, kann dies nicht der Fall sein. Das kann…

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Übers Wochenende waren in den letzten Monaten in Winterthur jeweils die Gleise 3 und 4 unpassierbar für jegliche Züge. Die Gleise waren richtig unterhöhlt, statt Schotter waren unter der Woche jeweils Bretter und Platten verlegt. Am Wochenende wurde das Ganze jeweils offengelegt und die Gleise entfernt. Es gipfelte darin, dass man vorletztes Wochenende bis runter zum Deckel der neuen Unterführung sehen konnte, bevor anschliessend das Schotterbett sorgfältig wieder aufgebaut wurde. Wo waren denn aber an diesen Wochenenden die Gleise deponiert…

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Letzthin war ich etwas früher in Zürich Stadelhofen aufgebrochen. Knapp reichte es mir anschliessend, nachdem ich in Winterthur einige Besorgungen gemacht hatte, nicht, um die S26 zu erwischen. Das war jedoch nicht schlimm, würde doch auf Gleis 2 vier Minuten nach Abfahrt des verpassten Zuges der nächste bereitstehen. Ich könnte mich bequem hinsetzen und auf die Abfahrt warten. Dann hätte ich auch einen Sitzplatz auf sicher. Würde – könnte – hätte. Nichts dergleichen. Kein Zug. Das Gleis blieb leer. Unser…

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Die neuen Massnahmen des Bundes gegen Covid-19 sind ja so schwierig umzusetzen nicht. Dann ziehe ich halt jetzt auch draussen vielerorts eine Maske an. Das Verbot grösserer Veranstaltungen nervt, ist aber bei der Nachlässigkeit einiger Leute leider nachvollziehbar. Wo jedoch die Massnahmen sehr klar zu sehen sind, ist bei den ausgedünnten Sitzgelegenheiten in unserer Mensa. Etwa 70 Sitzplätze weniger als normal habe es momentan, habe ich mir sagen lassen. Kein Wunder: Es dürfen höchstens vier Personen an einem Tisch sitzen,…

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