Der Turnschuh
Unser Bahnhof besteht – wie bereits mehrmals beschrieben – aus einem alten Bahnhofsgebäude, einem Velo-Unterstand, Automaten und Unterstell-Möglichkeiten. Vor allem aber besteht er aus einem Perron, das einem Gleisstrang entlang verläuft. Zwischen den Gleisen und der Tösstalstrasse hat es einen breiten Wiesenstreifen, wo das Gras mehr schlecht als recht wächst. Was da wächst, ist sowieso eher als Unkraut denn als Gras zu bezeichnen. Letzthin jedoch lag da etwas, das noch weniger als Unkraut da hingehörte: Ein Turnschuh! Was tat der…
„Züri Wyland“
Als ich zum ersten Mal die Re460 „Tösstal“ gesehen hatte, war ich gleichermassen überrascht wie erfreut. Ich ging davon aus, dass nur bedeutende Gegenden der Schweiz die Ehre hatten, Namenspaten einer dieser wunderschönen Loks zu werden. Das Tösstal war also in einer Reihe mit zum Beispiel Säntis, Chasseral umd Monte Generoso. Auf der Rückfahrt vom Zoo jedoch begegnete ich der Lok „Züri Wyland“. Ist die Gegend wirklich so speziell wie das Tösstal? Ich weiss es nicht – um nicht zu…
Im Zoo (5)
Canis Lupus Chanco, so lautet die lateinische Bezeichnung eines sehr lohnenswerten Sujets im Zoo Zürich. Zu Deutsch: Mongolischer Wolf. Ein Rudel davon lebt in einem eigenen Gehege – wenn es nicht grad „Ausgang“ hat und das Tigergehege erkunden darf. Dies war jedoch nicht der Fall, als ich da war. Vielmehr streiften sie am Morgen in ihrem eigenen Revier umher und waren aktiv. Einen der Wôlfe erwischte ich wunderbar von der Neben-Beobachtungsstation aus, als er auf einer Kuppe innehielt. Das Resultat…
Im Zoo (4)
Obschon bei den Elefanten im Zürcher Zoo nie die Illusion aufkommt, man befinde sich wirklich in ihrem wirklichen Lebensraum, leben sie doch sehr schön. Ihr Gehege – wenn man es denn so nennen kann – ist riesig, die Möglichkeiten des Zeitvertriebs abwechslungsreich. Diese Riesentiere üben seit „Dschungelbuch“ und seit der ersten Zoobesuche als Kind eine grosse Faszination auf mich aus: Enorm, welche Fertigkeiten diese Tiere mit ihrem Rüssel an den Tag legen! Rüsselfertigkeit: Wie Fingerfertigkeit, nur grösser …
Im Zoo (3)
Die Masoala-Halle, oder den „Masoala-Urwald“, wie sie offiziell heisst, gibt es seit sicher 10 Jahren. Bisher hatte es mir jedoch nie gereicht, sie zu besuchen: Einerseits war ich seit gefühlten 20 Jahren nicht mehr selbstständig im Zoo gewesen, und andererseits hatte ich beim letzten Zoo-Besuch vor etwa zwei Jahren bei einem Besuch mit einer Gruppe eine Führung ausschliesslich mit dem Thema „Elefanten“ und danach einen Apéro im Himalaya genossen. Nun jedoch packte ich die Gelegenheit beim Schopf und suchte die…
Im Zoo (2)
Zu den Giraffen, Zebras und Nashörnern zog es mich an dem Tag natürlich auch noch. Mehrfach. Eindrücklich, was die Verantwortlichen da zustande gebracht haben: Je nach Blickwinkel ergibt sich wirklich fast die Illusion, man befände sich irgendwo mitten in der Savanne. Natürlich: Man sieht bei genauerer Betrachtung dünne Absperrdrähte, und dass die Affenbrotbäume nicht echt sind, erkennt man vielleicht auch. Dennoch besticht die Anlage durch ihre Weitläufigkeit und – wie erwähnt – durch ihre Authentizität. Wenn ich eine Giraffe wäre,…
Im Zoo (1)
Während der Herbstferien stand ch einmal beizeiten auf und machte mich mit Sack und Pack auf den Weg nach Zürich, in den Zoo. Mein erklärtes Ziel war es, mit dem grossen Fotoapparat durch den Zoo zu streifen und auf Foto-Safari zu gehen. Um 9 Uhr hatte der Zoo seine Pforten geöffnet, und als ich um 9:05 Uhr ankam, war die Schlange schon ziemlich lang. Glücklicherweise ist der Zoo aber gross, und ebenso glücklicherweise wollten die meisten Eltern mit ihren Kindern…
Zone 30
Immer am Morgen, wenn ich mich auf den Weg zum Bahnhof mache, komme ich an einemSchild vorbei, das eine 30er-Zone anzeigt. Diese gilt meines Wissens die ganze Alte Tösstalstrasse entlang. Die vielen Anwohner in den Ein- und Mehrfamilienhäusern werden dankbar sein. Bei uns auf der Strasse gilt die normale Innerorts-Geschwindigkeit, also 50 km/h. So, wie die Autos manchmal daherbrausen, sind sie jedoch entweder einfach besonders laut, oder aber – und das ist oft der Fall – schneller unterwegs als erlaubt.…
Das „Nebeli“
Wie nennt man eine kleine Nebelschwade in korrektem Deutsch? „Nebelschwädchen“? „Nebelchen“? Oder ganz einfach „kleine Nebelschwade“? Ich habe keine Ahnung, aber im Schweizerdeutsch gibt es den Ausdruck „es Näbeli“. Ein solches jedenfalls war gestern auch zu sehen. Normalerweise liegt an einem Herbstmorgen der Nebel über dem Feld in Richtung Zell. Diese kleine Schwade jedoch war etwas aufgestiegen und unterwegs, in die allgemeine Richtung Rikon. Obwohl – das war absehbar – sie dort nie ankommen würde. Bereits über dem Bahnhof war…
Rosa Wolken
Manchmal lohnt sich ein Blick zurück zur richtigen Zeit eben schon, auch wenn dies später auf der Foto, mit der man den Moment einfangen wollte, nicht ganz rauskommt: In den Kurven zwischen Rämismühle-Zell und Rikon hat man bis knapp vor dem Bahnhof fast freien Blick Richtung Osten. Deshalb eröffnete sich mir dort der Himmel mit vielen rosa Wolken. Wunderschön war dies vor allem, weil es so unerwartet war. Als ich zu Hause los ging, sah man noch nichts, am Bahnhof…









