Anzeigen in Betrieb
Seit letztem November, also bereits bevor die neue Unterführung eröffnet wurde, stehen im Bahnhof Winterthur zwischen dem Abgang zur Unterführung und dem Perron mehrere Stelen mit grossen Monitoren, auf denen jeweils die nächsten Abfahrten und die Störungen im Bahnverkehr dargestellt werden. Lange waren die Stelen mit Karton abgedeckt. Worauf da gewartet worden war, bis sie in Betrieb genommen wurden, weiss ich nicht. Ein wenig ungeduldig wurde ich jedoch langsam aber sicher mit der Zeit schon, weil mir der Sinn von…
Alphornklänge
Sechzehn Alphörner zählte ich beim Alphornkonzert am Sonntag vor dem Pflegeheim bei uns ennet der Strasse. Die Alphornspieler hatten eine Woche lang zusammen in einer Ferienwoche geübt und am Samstag ein “offizielles“ Konzert gegeben. Am Sonntagmorgen hatten sie in Gottesdiensten gespielt, und am Nachmittag trafen sie sich ein letztes Mal, um bei uns aufzuspielen. Alphornisten verschiedener Leistungsstärken spielten zusammen mehrstimmig bekannte volkstümlich Stücke. Die einen „gaben den Boden“, die anderen spielten höher, fast schon melodiös, was bei einem Instrument, auf…
Italienisch, laut
Auf den ersten Blick war es surreal; daran habe ich mich immer noch nicht gewöhnt: Im Abteil war es vergleichsweise ruhig, als letzten Freitag – quasi aus dem Nichts – eine Stimme erscholl. Laut und vernehmlich diskutierte jemand lautstark, offenbar mit einer anderen Person über Kopfhörer am Telefon. Bald konnte ich eruieren, dass die weibliche Stimme italienisch sprach. Woher die Stimme kam, war zuerst wirklich schwierig herauszufinden: Bedingt durch die Masken, sieht man den Leuten ja keine Mundbewegungen an. Die…
Farbtupfer
Heute Morgen war das Wetter trist, fast schon herbstlich. Nicht kalt zwar, aber sehr verhangen und mehr oder minder regnerisch. Grau in grau halt. Auf meinem Weg zum Bahnhof begegnete ich jedoch herrlichen Farbtupfern, wie es sie im Herbst nicht gibt: In Rabatten waren wie bereits in den letzten Jahren Frühlingsblumen “en miniature“ gesetzt worden, Krokus, Tulpen und – besonders schön – leuchtend gelbe Narzissen. Wobei der Name “Osterglocken“ für mich viel besser passt. Er tönt doch wirklich viel lieblicher…
Märzenbecher
Gerne hätte ich aufgetrumpft und die Botaniker darauf hingewiesen, dass bei uns am Strassenrand die Maiglöckchen keineswegs erst im Mai, sondern bereits jetzt, im März, blühen – gemeinsam mit den Schneeglöckchen. Dem ist jedoch – wie ich herausgefunden habe – nicht so: Was ich für Maiglöckchen gehalten hatte, sind in Tat und Wahrheit Märzglöckchen oder Märzenbecher. Die sähen einander zwar ähnlich, seien jedoch nicht verwandt. Das Märzglöckchen – im Übrigen auch nicht mit dem Schneeglöckchen verwandt – ist ein Amaryllis-Gewächs.…
Ein neues Signal
Beim Gleis 2 im Winterthurer Hauptbahnhof gibt es Veränderungen. Offensichtliche Dinge wie das Perrondach, aber auch solche, die man kaum beachtet, wie zum Beispiel ein neues Lichtsignal, das neu von ebendiesem Dach herunterhängt. Irgendwann einmal habe ich gelernt, dass ein Signal mit nebeneinander liegenden gelborangen und schräg angeordneten grünen Leuchten ein Vorsignal sei, das darauf hinweise, dass das nächste Hauptsignal entweder rot oder grün sei. Normalerweise sind solche Signale jedoch quadratisch und nicht so “zusammengedrückt“ wie dieses hier. Musste hier…
Ein Porsche
Schnelle Autos faszinieren mich halt schon – das schimmert immer wieder mal durch. Von den verschiedenen Typen habe ich zwar keine Ahnung, kann jedoch immerhin auf die Marke genau eingrenzen, welche Autos mir gefallen. Bei diesen jeweils aber ganz klar nicht die SUVs. Letzthin war an der Strasse, wo ich wohne, ein Porsche parkiert. Ein schönes Auto. Ein sehr schönes Auto. Weiss müsste er für mich zwar nicht sein (zu heikel), aber ich komme sowieso ja auch ohne Auto gut…
Isoliert
Manchmal kann man gut aufpassen, sich absondern, auch in den Läden eine FFP2-Maske tragen. Und doch kann es einen erwischen: Trotz dreifacher Impfung fiel ich letzte Woche aus: Covid-19. Der positive Befund bedeutete, dass ich fünf Tage in Isolation musste: Ein Aktionsradius von 12 Quadratmetern, mit Unterhaltung durch iPad und immer wieder unterbrochen durch Hustenattacken und «Schnudernase». Gefühlt hundert Papiertaschentücher verbrauchte ich während der Krankheitszeit. Ich hatte Gott sei Dank einen milden Verlauf mit starken Erkältungssymptomen und Husten, nicht zuletzt…
Tage wieder länger
Die Tage werden wieder länger. Ich merke dies subjektiv daran, dass es morgens, wenn ich das Haus verlasse, heller ist. Ganz objektiv stellte ich es jedoch grad heute Morgen fest, als eine Strassenlaterne just in dem Moment erlöschte, als ich auf dem Weg zum Bahnhof darunter durch ging. Es ist schön, so zu sehen, dass der Frühling kommt. Zum Glück zeigt sich das jedoch auch in der Natur – bei Blumen, Bäumen und Tieren. Am 27. März ist aber nichts…
Wieder mal die Alpacas
Es ist immer noch so, dass ich regelmässig auf dem Rückweg vom Entsorgen des Komposts, aber auch bei anderen Gelegenheiten, die sich ergeben, kurz bei “unseren“ Alpacas vorbeigehe. Der Senior, Samson, musste leider wegen eines Nieren- und Leberleidens sterben, aber die verbleibenden Alpacas sind ebenfalls einen Abstecher wert. Am meisten angetan hat es mir nach wie vor Finli: Der helle, fast weisse kleine Kerl ist erst grad neun Monate alt geworden und sehr neugierig. Wenn ich vorbeikomme, ist er der…









