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Normalerweise spaziert man miteinander zu Fuss und geniesst so die Landschaft, schwatzt zusammen, erholt sich. Die Dreiergruppe, die mir letzthin begegnete, machte dies etwas anders: Zwei Erwachsene hoch zu Ross, ein Mädchen etwas weniger hoch zu Pony, das Pony gehalten an einem Strick durch die eine Reiterin, waren unterwegs zur Töss. Das Ganze war herrlich anzuschauen, nicht zuletzt, weil auch auf das Mädchen und vor allem auf dessen Pony beim Tempo Rücksicht genommen wurde. Ob das Tier wohl später eine…

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Mehrere vorgängig an den Häusern aufgehängte Zettel liessen erahnen, was letzte Woche auf uns zu kommen würde: Bei und in einem Haus an meiner Strecke zum Bahnhof wurde gedreht. Es würden verschiedene Szenen zum neuen Zürcher „Tatort“ aufgenommen, hiess es, und dass mit Emmissionen zu rechnen sei. Nun ja: Die ganze Strasse war mit Autos, Transportern und Vans voll gestellt; die Parkplätze waren zuvor eigens abgesperrt worden. Durch die Büsche waren Polizeiautos zu sehen. Sonst schien nicht viel los zu…

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Fast jeden Morgen trafen wir uns auf der Treppe, die vom Bahnhof Stadelhofen zur Schanzengasse hoch führt. Zusammen tauschten wir auf dem Weg zu meiner Schule und vor deren oberen Eingang aus, was uns in Sachen Computer beschäftigte, woran wir in unserer Schule jeweils waren, über Probleme, aber auch über Erfolge und Erfreuliches. K. war für die Informatik unserer Nachbarsschule zuständig, und so ergaben sich verschiedenste Überschneidungen. Wenn der Eine von uns am Morgen nicht auf dem Zug war, erhielt…

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Im Halbdunkel der einbrechenden Nacht war der Platz der Opfer des Nationalsozialismus in München ziemlich düster. Angesichts dessen, was die Nazis den verschiedenen Menschen, derer hier gedacht wird, angetan hatten, eine ziemlich passende Ambiance: Ein kupferner liegender Kubus mit aufgesetzten Buchstaben zum Gedenken, eine Art grosde Fackel mit – wie mir schien – ewig brennender Flamme. Das Ganze in Gehdistanz vom hell erleuchteten, belebten Odeonsplatz. Eindrücklich!

Zwischen Olympiapark und U-Bahn-Station liegt die BMW-Welt. Dort sind viele teure und noch teurere Autos zu bewundern – und auch zu kaufen. Sie liegen definitiv über meinem Budget. Ein BMW wäre sowieso nicht unbedingt die Automarke meiner Wahl. Aber die Isetta: Zum Mini-Auto, das ebenfalls ausgestellt war, passt nur ein Prädikat: „herzig“. Unterwegs dorthin begegnete mir jedoch mitten in der Fussgängerzone ein Mercedes-Cabrio. Ein kleines Cabrio mit einem noch kleineren Mädchen am Steuer. Herzig, das Mädchen und sein Beifahrer, ein…

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Die Frau am Billettschalter hatte mir kein Retourticket, sondern eine Zonenkarte verkauft. Ich hatte dies auf ihre Erklärung hin so ausgelesen, weil ich flexibel sein wollte. Es durfte auch nicht sein, dass ich ab Odeonsplatz, noch vor 20 Uhr, zurück ins Hotel fuhr. Stattdessen zog es mich einmal mehr – wie schon bei meinem letzten Aufenthalt – zum Olympiapark hinaus. Die Stadions, der Turm, aber auch der künstlich angelegte See faszinieren mich. Dieses Jahr verzichtete ich auf die Aussicht vom…

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Auf dem Weg durch den Englischen Garten Richtung Innenstadt geriet ich ein wenig weit rechts. Das heisst, ich wollte bewusst einen Schlenker machen, bevor ich dann wieder Richtung „Garten“ einbog. Ich wollte das Amerikanische Konsulat passieren und schauen, was da abends so läuft. Ernüchternd: Nichts. Nicht mal durchgehen darf man da. Auf der anderen Strassenseite jedoch hat es einen Fussweg. Dort war vor knapp einem Jahr ein Kunstwerk errichtet worden: Ein echtes Stück Berliner Mauer, eingerahmt von einer scheusslichen blau-violetten…

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Was soll man an einem sozusagen „geschenkten“ Abend in einer fremden Stadt anfangen? Wenn das Wetter sogar noch schön ist? Ich beschloss, an jenem Donnerstag nicht einfach im Hotel zu hocken, sondern mich auf eine München-Tour zu begeben. Der Englische Garten sei schön, war mir gesagt worden. Also machte ich mich mit dem Bus auf zum Chinesischen Turm. Es ist jedoch enorm, welch abschreckende Wirkung grosse Menschenansammlungen seit Corona auf mich haben. Deshalb liess ich den Biergarten dort bald hinter…

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Während meines Aufenthaltes in München begann sich bereits am Dienstag abzuzeichnen, dass die deutschen Lokführer von Mittwoch früh bis Freitag morgens um 2 Uhr streiken würden. Zuerst schien es noch, als ob mein EuroCity am Donnerstagabend nicht betroffen wäre, aber der wurde dann auch noch gestrichen. Ein spezielles Erlebnis, so plötzlich einfach Zug-los dazustehen. Wenigstens wusste ich, dass der Zug am Freitagmorgen wieder führe. Dank meines beherzten Einsatzes am Donnerstagmorgen konnte ich eine Reservation für einen Sitzplatz in jenem Zug…

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Mitten in der Münchner Fussgängerzone, quer zum Strom, standen Leute. Bei genauerem Hinsehen standen sie an, gesittet, in gebührendem Abstand. Die Schlange war am gegenüberliegenden Gebäude sogar noch abgeknickt, weil sie zu lang war. Doch was verbarg sich da, wo die vielen Leute hin wollten? Ich hatte Zeit und wollte nachschauen. Gesagt, getan: Ich stellte mich in die Schlange, vertrieb mir die Zeit mit dem Studium der verschiedenen Leute, ergötzte mich ab dem kleinen Mädchen, das so gar keine Lust…

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