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Siebnen und Wangen, zwei Dörfer in der Linth-Ebene, teilen sich einen Bahnhof, den Bahnhof Siebnen-Wangen. Ist logisch, dass beide Dörfer im Namen enthalten sind, wie beispielsweise auch bei Rämismühle-Zell, Sennhof-Kyburg oder Embrach-Rorbas. Was ich jedoch am Wochenende festgestellt habe: Für elektronische Anzeigen im Zug stellt der Name offenbar ein ernsthaftes Problem dar. Da zu wenig Platz vorhanden ist, um alle Buchstaben schreiben zu können, wird gekürzt auf „Siebnen-W.“. Etwas verwirrlich ist es jedoch kurz vor Einfahrt im Bahnhof, wenn sich…

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Täglich werden an jedem Schweizer Bahnhof Durchsagen gemacht. Züge mit nächsten Halten und Bestimmungsorten werden ausgerufen, Gleiswechsel, Verspätungen, Zugsausfälle. Früher, das ist bald Jahrzehnte her, gab es Bahnhofsvorstände, die neben vielen anderen Dingen auch solche Mitteilungen ausriefen. Später wurde ein Computer eingesetzt, der ungefähr – so habe ich das in Erinnerung – dreitausend Satzteile und Wörter gespeichert hatte. Eine Schauspielerin hatte sie eingesprochen. Diese Abschnitte konnten nach Bedarf zusammengesetzt werden. Seit diesem Monat ist alles nochmals anders: Die Computerstimme ist…

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Auf der Tösstal-Strecke verkehren bekanntlich Thurbo-Züge. Tagsüber fährt eine Komposition. In den Stosszeiten sind es zwei. Wie die genau zusammengestellt sind – 1. Klasse vorne und hinten, nur in der Mitte, in der Mitte und hinten oder vorne und in der Mitte – erschliesst sich mir nicht. Wie ich beobachtet habe, ist der vordere Teil auch meist kürzer als der hintere. Genau, weil man sich darauf verlassen kann, dass eine dieser vier Anordnungen stimmt, ist es verwirrend, wenn es mal…

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Sie mögen unpraktisch sein. Keinen Platz für irgendwas bieten – zwei Sitzplätze hat es, und ein bisschen Handgepäck wird man auch verstauen können. Sie mögen laut sein. Stinken. Die Luft verpesten. Ein Vermögen kosten. Ihre Geschwindigkeit und Kraft „in freier Wildbahn“ nirgends zeigen können. Sie gehören vom ökologischen Standpunkt her wohl, je nach dem, wen man fragt, zum Verwerflichsten des Verwerflichen, das auf den Strassen verkehrt. Trotzdem üben Ferraris eine merkwürdige Faszination aus: Nicht nur auf mich, sondern auf viele…

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Die Post bringt zu uns in die Schule Dutzende Pakete, grössere und kleinere, in allen Formen. Es ist umglaublich, was da an Lehrmitteln, Material und vor allem auch an Toner-Kartuschen zusammenkommt. Zum Glück sind gerade die Toner-Kartuschen angeschrieben, auf dass klar sei, wohin sie gehören. Leider hatte ich letzthin eine falsche Bestellung gemacht und musste ein grosses Paket zurückbringen. Dies war jedoch ein schwierigeres Unterfangen: Die Rämi-Post ist seit einiger Zeit geschlossen und die Agentur im Oberdorf ein ziemliches Stück…

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Auf der Schwägalp waren beieinander auf einem abgetrennten Parkplatz vier Cabrios parkiert. Nicht die neuesten, sondern solche, wie sie einem alten James-Bond-Film entsprungen hätten sein können. Coole Autos! Mit einer klaren Expertise stellte ich fest, dass es sich hier um englische Fabrikate handeln musste. Aston Martin, das stand ja drauf. Oder? Die Besitzerin eines solchen Autos erklärte uns, dass dies ein Austin-Healey sei. Ja, klar, Austin-Healey, nicht Aston Martin. Keine Ahnung. Sehen für mich wirklich ähnlich aus. Zu meiner Ehrenrettung…

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Wenn man sich umschaut, findet man zum Teil herrliche Formulierungen. Ob in der Zeitung, bei Werbeplakaten, amtlichen Anzeigen oder – wie hier – als Anweisung aufgemalt an einem Gepäckwagen der Appenzeller Bahnen, der uns begegnete. „Zum Gepäcktor entriegeln Ring ziehen“ stand da. Ok. Nach „am, beim, zum“ geht es gross weiter, weil das Verb substantiviert wird. So habe ich das gelernt, und das gilt glaub immer noch. Das Wortgefüge wird so jedoch auch nicht besser. Bin ich ein grammatikalischer Pedant?…

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Einige Künstler malen Alpaufzüge in Tunnels oder häufiger auf Leinwand, Papier oder Holz. Einige jedoch drücken sich anders aus: Sie schnitzen die Figuren, sodass man einen ganzen Alpaufzug zusammenstellen kann. Diese Senntumsschnitzerei hat scheints ebenfalls eine lange Tradition. Alt-Bundesrat Hans-Rudolf „Bü-bü-bündnerfleisch“ Merz hat gleich mehrere solcher hölzerner Alpaufzüge. Wir haben einen davon, und das ist gut so. Hinter sehr vielen der Figuren und Kühe steckt eine Geschichte; einzelne Gruppen, Kühe und auch den Lediwagen haben wir geschenkt erhalten. Der Appenzeller…

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Auf der Rückreise vom Säntis fuhren wir mit der Appenzellerbahn quer durchs Appenzellerland über Appenzell und Gais nach St. Gallen. So konnten wir die wildromantische Hügellandschaft auf uns wirken lassen und uns über die Gepflogenheiten der Inner- und Ausserrhoder Bauern beim Bemalen ihrer Häuser und Ställe unterhalten. Zwischen dem Riethüsli und dem Hauptbahnhof St. Gallen hat es seit ein paar Jahren einen neuen Bahntunnel. Darin hat gegen Ende der Bauzeit ein Künstler einen Appenzeller Alpaufzug aufgemalt. Die Appenzeller Alpaufzüge üben…

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