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Zu meinem Schirm habe ich eine Art Hassliebe entwickelt. Ich trage ihn nur ungern mit mir herum nur für den Fall, dass es irgendwann mal regnet. Es könnte ja auch sein, dass er kaputtgeht, wenn es ein wenig stürmt. Bei meinem Schirm handeltt es sich um einen billigen „No-Name-eben-Nicht-Knirps“, der halt eben nicht sehr stabil ist. Zum ambivalenten Verhältnis trug lange der Umstand bei, dass es praktisch unmöglich scheint, einen nassen Schirm in seine Hülle zurückzustecken, ohne dass anschliessend alles…

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Am Samstag waren wir im Winterthurer Hauptbahnhof unterwegs zu unserem Zug. Da – plötzlich – stand er vor uns, bzw. hastete er an uns vorbei: Victor Giacobbo. Eine etwas unwirkliche Erfahrung, zumal ich diesen Mann vor allem als Komiker vom Fernsehen kannte. Nun aber war er offensichtlich im Stress und sah überhaupt nicht lustig aus. Aber das ist wohl sowieso ein Irrtum anzunehmen, dass ein Komiker immer lustig sein muss. Vor einigen Jahren begegnete ich einmal dem Clown Dimitri im…

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Mag sein, dass es sich hierbei um eine „Landwirtschaftliche Ausgleichsfläche“ handelt, die meines Wissens dazu dient, die intensive Nutzung der Grundfläche an einem anderen Ort auszugleichen. Wie das Pflanzen von Bäumen als Ausgleich für übermässiges Fliegen oder so. Wobei Letzteres ja nicht vorgeschrieben ist. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, warum sonst jemand eine grosse Wiesenfläche wie jene, an der ich auf dem Weg zum Bahnhof vorbeikomme, ansäen und bewirtschaften würde. In der Schule hatte ich in der 6. Klasse…

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Gestern Abend lohnte sich ein Blick aus dem Fenster ganz besonders, zumal ich dies genau im richtigen Moment tat: Der Wald auf der anderen Talseite präsentierte sich in den schönsten Farben. Es ist schon so, dass ich dies sehr gerne sehe. Im Herbst. Von September bis November. Nicht Mitte Mai. Das würde aber zum diesjährigen Frühling passen, mit Schnee bis in die Niederungen und einem kunterbunten Mix aus den verschiedensten Wetterlagen. Sonderbar. Als die Sonne auf ihrer Bahn weitergezogen und…

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Vor dem diesjährigen Markt am letzten Samstag gingen mehrere Anfragen ein, ob dieser trotz der angesagten Windböen überhaupt stattfände. Wir nahmen Rücksprache mit der SMA Meteo Schweiz und bestätigten die Durchführung. Alle Marktfahrer, die wenigstens ein bisschen auf die Wettervorhersage schauten, konnten sich indessen darauf vorbereiten, dass es allenfalls den einen oder anderen Regenschauer geben könnte. Auch Windböen waren nicht ausgeschlossen. Der Früeligsmärt begann mit bedeutend besserem Wetter als angekündigt. Die Sonne drückte fast ein bisschen durch die Wolken. Besucher…

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War es Pflichtgefühl, Interesse, oder lag mir der Früeligsmärt am Herzen? Wieso auch immer: Ich machte weiter und blieb dem Früeligsmärt-OK erhalten. Da dieses Jahr der 10. Markt stattfinden würde, wusste ich, dass dies ein guter Zeitpunkt zum Aufhören sein und es sich um meinen letzten Früeligsmärt handeln würde. Damals, als ich bewusst noch nicht aus dem OK austrat, sondern mich bereit erklärte, noch einmal mit anzupacken, ahnte ich noch nicht, dass ich bereits im November vor dem Markt wegziehen…

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Im Mai 2003, kurz nach dem zweiten Früeligsmärt Flaach, muss das gewesen sein, als mich eine Bekannte aus dem Dorf anfragte, ob ich Lust hätte, das OK des Flaacher Früeligsmärt zu ergänzen. Sie hatten Personalmangel und würden wieder jemanden brauchen, der die Lücke auf den Markt hin füllen würde, der 2005 stattfände. Ich sagte zu. Von Beginn weg zeichnete ich verantwortlich für Plakate, Flyers, Inserate, Fotos und Pressearbeit; als Team half man einander aus, und so schrieb ich zum Beispiel…

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Seit bald einem halben Jahr wohne ich nun im Tösstal. In dieser Zeit bin ich bereits gut 100 Mal mit dem Zug nach Zürich gependelt. Einiges hat sich geändert in dieser Zeit: Es ist morgens nicht mehr dunkel, wenn ich aus dem Haus gehe. Weihnachtsguetsli sind kein Thema, und auch die Häuser werden nicht dekoriert. Manches jedoch scheint ein Thema zu sein, das auch im Frühling andauert: Die Heizung zum Beispiel ist auch jetzt noch zu stark, die Taschen der…

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Als ich heute Morgen aus dem Haus kam, war der Himmel über unserem Haus blau und wolkenlos. Die Sonne, die über Hutzikon aufging, war fast klar zu sehen, mit einigen feinen Nebelschleiern davor. Rundherum, vor allem Töss-abwärts, herrschte jedoch mehr oder weniger dichter Nebel. Teilweise war die Grenze sehr klar zu verorten: Zum Beispiel über der Töss in Richtung des gegenüberliegenden Hügelzuges und über dem offenen Feld in Richtung Zell. Andernorts war die Grenze eher fliessend, und ich merkte, dass…

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Als wir am Sonntag auf dem Heimweg vom Schlusskonzert des Adonia-Musicals in Zofingrn mit rund 1000 Mitwirkenden waren, führte unser Weg unweigerlich beim Bahnhof Olten vorbei. Dieser gilt seit Beginn des nationalen Eisenbahnverkehrs als Knotenpunkt zwischen Basel, Luzern, Bern und Aarau/Zürich. Dem Bahnhofbuffet Olten wird wohl auch deshalb ein eigener Dialekt zugeschrieben, weil sich dort sprichwörtlich Kreti und Plethi treffen. Leute mit undefinierbarem Dialekt-Gemisch hätten – so sagt man – einen „Bahnhofbuffet-Olten-Dialekt“. Nun steht das Bahnhofsgebäude – und mit ihm…

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