Auffahrts-Ausfahrt 4: Genève
Einen Abstecher nach Genf zu machen, diese Idee hatten wir spontan. Die Stadt kannten wir nicht wirklich, und es war noch nicht so spät. Nach einem kürzeren Aufenthalt würden wir die Rückreise antreten. Der IC 1 wäre praktisch, da man von Genf direkt bis Winterthur durchfahren könnte. Unser Ziel in Genf war selbstverständlich der Jet d’eau. Das war auch gut zu schaffen: Ein Spaziergang die Rue des Alpes hinunter zum Quai du Mont Blanc, den Jet d‘eau bewundern, einige Fotos…
Auffahrts-Ausfahrt 3: Le Lac Léman
Zwei Dinge gefielen uns an Montreux: Die Bahn ins Berner Oberland, mit der wir gekommen waren, und das Schiff nach Lausanne, mit dem wir weiterfuhren. Gut, vielleicht hätten wir dem Ort noch eine Chance geben können, aber was wir sahen, als wir von oben her kommend und anschliessend im Rückblick vom Schiff aus sahen, sah so zusammengewürfelt und ineinander geschachtelt aus, dass beim besten Willen kein Charme zu spüren war. Die Aussicht auf die französischen Alpen – wohl der Grund…
Auffahrts-Ausfahrt 2: Durch das Berner Oberland
Der Umstieg in Bern klappte reibungslos, und wir fanden uns in einem Zug wieder, der „Lötschberger“ hiess. Dass dieser in Spiez halbiert würde und wir zufällig nicht in jenem Teil sassen, der durch den alten Lötschberg-Tunnel nach Goppenstein fuhr, erfuhren wir erst nach unserer Abfahrt. Wir hatten Glück gehabt, genau wie jene indische Familie, die mit uns das Abteil teilte. Zu deren Glück sprach die Stimme aus dem Lautsprecher immerhin diesmal auch Englisch. In Zweisimmen hiess es umsteigen auf die…
Auffahrts-Ausfahrt 1: Stau
Während die halbe Schweiz vor dem Gotthard im Stau stand, um ins Tessin oder nach Italien zu kommen, hatten meine Frau und ich andere Pläne für Auffahrt: Mit dem Zug sollte es via Winterthur, Zürich, Bern und Zweisimmen nach Montreux gehen, von wo aus wir dann mit dem Schiff nach Lausanne fahren würden. Nun ja, Stau erlebten wir auch, jedoch vor allem passiv. Mit dem Intercity ab Winterthur konnten wir bis Bern sitzenbleiben und mussten nicht umsteigen. Dass wir in…
Frieda
Um nach Egg zu gelangen, wenn man mit dem öV unterwegs ist, gibt es von uns aus ziemlich genau zwei vernünftige Möglichkeiten: Über Turbenthal nach Pfäffikon, irgendwie quer durch das Zürcher Oberland nach Esslingen, oder via Winterthur nach Zürich Stadelhofen. Von beiden Seiten her geht es anschliessend weiter mit der Forchbahn. Wobei die Einheimischen deren Initialen als „Frieda Bünzli“ lesen und folglich mit der Frieda unterwegs sind. Am Samstag, auf der Strecke von Stadelhofen her – die andere Strecke ist…
Am Bluelight Day
Am Samstag war ich in Egg am Bluelight Day. Was es im Kanton Zürich an Blaulicht-Organisationen so gibt, war auf und neben einer Wiese vereint: Die Kantonspolizei ebenso wie Ambulanz und Feuerwehr. Eine besondere Faszination scheinen ganz generell Helikopter auf die Leute auszuüben. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass viele Väter und Mütter mit ihren Kindern am Vormittag zuerst gebannt der Landung des neuesten Rega-Helis und dann jener eines Militär-Eurocopters beiwohnten. Jener der Kapo war schon gelandet, als ich ankam.…
Ein halbes Jahr
Gestern war es genau sechs Monate her, dass frühmorgens die Möbelpacker vorfuhren und unsere Habseligkeiten in zwei Lastwagen verstauten. Wir hatten uns von einigem Ballast befreit, auf dass die Möbelwagen und vor allem auch später die neue Wohnung nicht überfüllt sein möchten. Zumindest bei den Lastwagen war dies der Fall, und auch die Wohnung sah praktisch seit Beginn recht wohnlich aus. Da und dort fehlt noch ein Möbel oder ein Bild, aber im Grunde fühlen wir uns seit dem 24.…
Von Verspätungen und Zugsausfällen
Wenn man mit dem öV unterwegs ist, muss man sich darauf einstellen, dass ab und zu mal ein Zug verspätet ist oder sogar ganz ausfällt. Sich darüber zu ärgern ist ok, bringt jedoch auf die Dauer nicht wirklich viel. So auch gestern Abend, als ich sowieso etwas später als normal auf dem Nachhauseweg war. Meine S11 um 19:05 Uhr hatte 8 Minuten Verspätung, weil irgendein anderer Zug irgendwo stehen geblieben war. Acht Minuten ist zwar viel, aber immer noch besser…
Hochwasser
So hoch hatte ich wie gestern die Töss zuvor nie gesehen. Was bis vor ein paar Tagen noch ein dünnes Rinnsal war, in dem Kinder badeten, ist jetzt ein reissender Fluss. Dass das Einzugsgebiet der Töss gross ist, weiss ich. Dass sie bei Regen so stark anschwellen würde, hätte ich jedoch nie gedacht. Früher, vor der Tösskorrektur, wäre der Fluss durch das Tal mäandriert; ich bin froh, dass sie nun gebändigt ist. Ich weiss nicht, was bei diesem Wasserstand alles…



